Pecco Bagnaia (Ducati): Wie er die ersten Tage mit seinem Sohn erlebte
Vor dem MotoGP-Wochenende auf dem Sachsenring berichtete Pecco Bagnaia von seinem aufregenden Leben als Jungvater. Was passieren muss, um «Sachsenring-König» Marc Marquez zu schlagen.
Pecco Bagnaia erlebt gerade eine sehr aufregende Zeit. Direkt nach dem Assen-GP reiste der Ducati-Werksfahrer nach Italien zu seiner Familie – den obligatorischen Medientermin nach dem Grand Prix ließ er aus gutem Grund aus. Zur Erinnerung: Pecco ist am 27. Juni Vater eines Sohnes geworden. Zuhause warteten der kleine Oliviero und Frau Domizia auf ihn.
Wie war die letzte Woche für Bagnaia? «Fantastisch. Ich habe am Vormittag jeweils bis 14 Uhr viel trainiert, dann bin ich nach Hause gewetzt, um zu duschen. Nach einem schnellen Essen war ich dann bis 21 Uhr bei ihm. Ich habe es sehr genossen», gab Pecco einen Einblick in das Leben eines stolzen Jungvaters. Hatte er genug schlaf? «Ja, momentan ist er noch sehr ruhig – ich hoffe, dass es so weiter geht.»
Beim letzten Rennwochenende in Assen erlebte Bagnaia eine Enttäuschung. Im Grand Prix fiel er wegen eines Defekts nach 15 Runden aus. «Ich kann dazu nicht viel sagen – nur, dass ich in die Box fahren musste», hielt sich der Ducati-Pilot kurz. Es war in dieser Saison nicht das erste Mal, dass Bagnaia wegen eines technischen Problems Punkte liegen lassen musste. In der Gesamtwertung liegt er derzeit mit 63 Punkten Rückstand auf Rang 8. «Wenn ich mir anschaue, wie viele Punkte ich zwischen Jerez, Le Mans und Assen verloren habe – es waren mehr als 40», haderte der 29-Jährige. «Es könnte besser sein, aber es ist, wie es ist. Ich habe aber bereits in vielen Situationen meiner Karriere Punkte verloren – was man verloren hat, kann man auch wieder aufholen.»
Der Sachsenring zählt nicht zu den Lieblingsstrecken von Bagnaia. Sieht er in diesem Jahr dennoch eine Chance, seinen Teamkollegen Marc Marquez, der körperlich noch nicht bei 100 Prozent ist, in Deutschland zu schlagen? «Bei Linkskursen hat er keine Schwächen. Ich denke also, dass er der Mann ist, den es hier zu schlagen gilt», winkte Bagnaia ab. «Wenn wir gut arbeiten, können wir ihm nahekommen, aber ich muss etwas Spezielles finden, um ihn zu schlagen. Diese Strecke gehört nicht zu meinen Favoriten, aber ich war hier dennoch immer gut. Ich hatte einige gute Resultate. Wenn ich um einen Podestplatz kämpfen kann, ist es gut.» Weshalb ist Bagnaia kein Fan des Sachsenrings? «Weil er sehr klein ist. Ich mag es, wenn es bei Kurven mehrere mögliche Linien gibt. Hier gibt es nur einen Ansatz. Es ist nicht meine Lieblingsstrecke, aber sie ist viel besser als manch andere.»
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