Euro Moto: Die Strafzettel von Most – der Fall Schrötter geht zum DMSB
Finanziell war bei den Strafen im Rahmen der Euro Moto in Most nicht viel zu holen. Am härtesten erwischte es Superbike-Pilot Marcel Schrötter, der seinen Podestplatz verlor. Die Berufung läuft.
Verwarnungen wurden reichlich verteilt, die in der Regel ohne Folgen blieben, solange die Verwarnten den Rest des Wochenendes den allgemeinen Spielregeln folgten. Besonders beliebt war das unerlaubte Überqueren der weißen Linie am Ende der Boxengasse. Vor allem bei den Piloten der diversen Cups im Rahmen der Euro Moto schien eben diese Linie eine magische Anziehungskraft gehabt zu haben. Mehr als ein Dutzend Piloten bekamen daher virtuelle Post von der Rennleitung.
Im Cup daneben benommen
Härter erwischte es Ronny Hahn aus dem Twin Cup. Er hatte in Rennen 1 einen Kontakt mit einem Konkurrenten hervorgerufen und dadurch einen Vorteil herausgeschlagen. Daher musste er im nächsten Rennen eine Long Lap-Strafe absolvieren. Zwei Long Lap-Runden gingen auf das Konto von Hansjörg Wahl aus dem Kawasaki Ninja ZX-4RR Cup. Er hatte in Rennen 1 einen Frühstart fabriziert.
Schnell bemerkte Aron Thomas Müller seinen Patzer. Statt beim Training des Kawasaki ZX4-RR Cup auf die Strecke zu gehen, war er beim Blick auf die Liste wohl in der Zeile verrutscht und beim Training des Pro Superstock 1000 Cup auf die Strecke eingebogen. Er bemerkte seinen Fehler aber umgehend und kutschierte zurück in die Box. Von einer Strafe sah die Rennleitung ab.
Anzeigen in allen Euro Moto-Klassen
In der Euro Moto Sportbike kam Lucas Sorensen nicht ohne Verwarnung durch das zweite freie Training. Der Fahrer mit der #18 hatte eine nicht genehmigte On-Board-Kamera im Einsatz. Doch damit nicht genug. Im zweiten Rennen musste er bei der ersten Schikane durch den Notausgang, kam zu schnell wieder auf die Strecke zurück und musste statt mit der eigentlichen Long Lap mit einer Drei-Sekunden-Strafe vorliebnehmen.
Kein Strafzettel wurde es für Ruben Bijman. Der Niederländer war erst abgestraft worden, da er entgegen der Fahrtrichtung in der Boxengasse unterwegs gewesen war. Allerdings hatte er auf Anweisungen der Marshals gehandelt und seine Triumph zurückgeschoben. Daher wurde von weiteren Maßnahmen abgesehen.
Bei der Euro Moto Supersport kassierte Julius Ahrenkiel Frellsen gleich eine doppelte Long Lap. Er war im ersten Rennen bei einem Frühstart erwischt worden. Die Strafe musste er im zweiten Rennen am Sonntag absitzen. Mit einer Strafe von 100 Euro wurde Jonas Folger bei seiner Euro Moto-Rückkehr begrüßt. Er hatte die obligatorische Fahrer-Besprechung verpasst.
Denkzettel bei den Superbikern
Bei der Euro Moto Superbike musste erneut Christoph Beinlich dran glauben. Er hatte im ersten Rennen den Notausgang bei der ersten Schikane nach Start/Ziel nutzen müssen und hatte beim Wiedereinbiegen auf die Strecke nicht genügen Zeit verloren. Da es für eine Long Lap zu spät war, wurden ihm ersatzweise eine Drei-Sekunden-Strafe aufgebrummt.
Heftig erwischte es BMW-Pilot Marcel Schrötter. Er bekam nachträglich eine Drei-Sekunden-Strafe verpasst, da sein Zeitverlust beim Nutzen des Notausgangs in Schikane 1 zu gering gewesen war. Während des Rennens wurde trotz Kontrolle des Vorgangs keine Strafe erlassen. Im Nachhinein erhob Yamaha-Pilot Twan Smits einen Protest gegen diese Entscheidung. Diese Entscheidung bedeutete drei Sekunden Strafe und damit einen Verlust von Platz 2. Schrötter wurde über das Discord-System darüber am späten Nachmittag informiert. Da befand dieser sich allerdings schon auf dem Weg nach Japan. Sein Team hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt und die nötigen 500 Euro hinterlegt. Somit landete der Fall vor dem Sportgericht des DMSB.
Gleiches Vergehen und gleiche Strafe hieß es auch für den Niederländer Milan Merckelbagh. Durch die Zugabe von drei Sekunden änderte sich auch das Endergebnis. Merckelbagh hatte zudem am Donnerstag noch eine Extra-Runde an der Kasse drehen dürfen. Er hatte die Fahrer-Besprechung versäumt und war um 100 Euro ärmer.
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