Strafe für Kimi Antonelli (Mercedes): Ausgerechnet beim Heim-GP in Monza?
WM-Leader Kimi Antonelli weiss: Auf ihn kommt eine Strafversetzung zu, es ist unvermeidlich. Bei Mercedes zerbricht man sich nun den Kopf darüber, wo das am wenigsten wehtun würde.
Der 19-jährige Kimi Antonelli kehrt als souveräner WM-Leader auf die Formel-1-Strecken zurück, wenn die Königsklasse ab 21. August auf der Traditionsbahn von Zandvoort wieder Tempo aufnimmt. Der Mercedes-Fahrer führt die WM an mit 219 Punkten, satte 50 Punkte vor seinem ersten Verfolger, Ferrari-Superstar Lewis Hamilton (169).
Aber über dem Kopf von Antonelli schweben Wolken, und wir sprechen nicht von den Regenwolken, die fürs niederländische GP-Wochenende nahen – der Teenager aus Bologna ist in Sachen erlaubter Motorteile am Anschlag.
Das Reglement limitiert die Anzahl der verschiedenen Bauteile einer Antriebseinheit und in jedem der folgenden Kontingente hat Kimi die letzte erlaubte Version verbaut.
Verbrennungsmotor (4), Turbolader (4), Auspuffanlage (4), elektrischer Generator für kinetische Energie, MGU-K (3), Batterie (3), Steuereinheit (3), Zusatzaggregate wie etwa Wasser- oder Ölpumpen (6).
Klar ist es erlaubt, etwa einen früher verwendeten Lader oder eine Batterie erneut zu verwenden, aber im Lager der Konstrukteurs-WM-Leader ist klar: Eine Strafe für Antonelli ist unvermeidlich.
Und die wird weh tun: Einbau eines Baurteils über das erlaubte Limit hinaus (etwas ein fünfter Verbrenner) – zehn Ränge zurück. Neuer Verbrenner und sagen wir dazu ein neuer Turbo – zwei Mal zehn Ränge. Komplett neue Antriebseinheit: Start von ganz hinten.
Also wird bei Mercedes derzeit überlegt, wann die Strafe am wenigsten wehtun würde. Teamchef Toto Wolff sagte vor der Sommerpause dazu: «Natürlich ist das Heimrennen von Kimi für ihn ein ganz besonderer Grand Prix, aber Fakt ist eben auch, dass diese Bahn auf dem Papier eine gute Strecke ist, um eine Strafversetzung zu verkraften. Baku wäre auch möglich. Und vielleicht wäre eine solche Versetzung in Monza gar nicht schlecht, um Druck vom Kessel zu nehmen.»
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