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Aegerter, Gardner, Ray: Yamaha verrät Pläne für 2024

Sechs Fahrer hat Yamaha Europa in der Superbike-WM unter Vertrag, die ersten vier für 2024 stehen fest. Offen ist, wer den zweiten Platz im Pata-Werksteam neben Andrea Locatelli bekommt.

Superbike WM

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Durch den Wechsel von Ex-Champion Toprak Razgatlioglu für die Superbike-WM 2024 zu BMW verliert Yamaha sein Aushängeschild und ist intensiv auf der Suche nach einem Nachfolger.

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Yamahas MotoGP-Werksfahrer Franco Morbidelli setzt alles daran, in der Königsklasse zu bleiben. Sollte der Italiener dort nirgends unterkommen, würde ihn der japanische Hersteller gerne in die Superbike-WM transferieren.

Da sich das nicht abzeichnet, werden bei Yamaha derzeit mehrere Szenarien durchgespielt.

Die erfolgversprechendste Option wäre die Verpflichtung von Rekordweltmeister Jonathan Rea. Der Nordire macht keinen Hehl daraus, dass er mit der Performance seiner Kawasaki unzufrieden ist. Kawasaki hat sämtliche Pläne verworfen, eine neue ZX-10RR zu bringen, weil die Entwicklung eines schlagkräftigeren Triebwerks viele Millionen verschlingen würde. Und der 36-jährige Rea weiß, dass er nicht mehr ewig auf seinem nach wie vor sehr hohen Niveau fahren wird. Deshalb ließ er sein Management bei Yamaha anklopfen. In den kommenden Wochen werden Kawasaki, Yamaha und der Manager von Johnny erörtern, ob der Sensationstransfer für 2024 Wirklichkeit werden kann.

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Bekommt Yamaha weder Rea noch Morbidelli, wäre Scott Redding eine Möglichkeit. Der Engländer hat zwar seine Option bei BMW gezogen und damit seinen Vertrag bis Ende 2025 verlängert, doch der bayerische Hersteller hat dadurch fünf Fahrer unter Vertrag, aber nur vier Bikes. Würde Scott BMW verlassen wollen, ist eine Trennung im beiderseitigen Einvernehmen denkbar.

Den Vertrag mit dem WM-Dritten Andrea Locatelli für das Pata-Werksteam hat Yamaha bereits Ende Mai verlängert.

Seither befasst sich Road-Racing-Manager Andrea Dosoli mit den anderen vier bei Yamaha Europa unter Vertrag stehenden Piloten Domi Aegerter, Remy Gardner, Bradley Ray und Lorenzo Baldassarri.

Die Zukunft für drei von ihnen steht inzwischen fest, da Yamaha Optionen auf alle vier Genannten hat. Zieht Dosoli diese, verlängern sich die Verträge automatisch bis Ende 2024.

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"Wir haben großes Interesse daran, mit Domi und Remy weiterzumachen und stehen kurz vor der Einigung", betonte Dosoli gegenüber SPEEDWEEK.com. "Was Bradley betrifft, glaube ich, dass auch er eine weitere Saison auf der Yamaha verdient. Er zeigt Verbesserungen. Imola war eine neue Strecke für ihn und er schlug sich sehr gut. Wenn eine Strecke für bald die Hälfte des Felds neu ist, dann kann ein Fahrer den Unterschied ausmachen – und das hat er getan. Deshalb wollen wir auch mit ihm verlängern. Er bekam das Problem mit seiner Schulter, das ihn auf Strecken wie Donington etwas einbremste. Deshalb haben wir zusammen beschlossen, dass er Most auslässt, um genügend Zeit zu haben, um sich nach der Operation zu erholen."

Und Baldassarri? Der Supersport-Vizeweltmeister des Vorjahres tut sich mit der Anpassung an das Superbike schwer und hat erst neun WM-Punkte gesammelt.

"Er braucht etwas mehr Zeit, um seine Fähigkeiten zu entwickeln", so Dosoli. "Deshalb haben wir entschieden, die Rennen in Most und Magny-Cours abzuwarten, bevor wir eine Entscheidung treffen. Er ist derjenige, der sich am wenigsten entwickelt hat."

Sollte Yamaha für das Werksteam weder Morbidelli noch Rea oder Redding bekommen, könnte Aegerter oder Gardner von GRT dorthin transferiert werden. Dosoli: "Ihre Verträge sind mit Yamaha Motor Europe, wir können entscheiden, wo sie platziert werden. Die technische Unterstützung ist für beide Teams identisch, am Ende macht nur der Teamname einen Unterschied."

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Die Bekanntmachung der Vertragsverlängerung mit Aegerter wird in den nächsten zwei Wochen erwartet.

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