Alvaro Bautista (Ducati): 323,4 km/h reichten nicht
Dass überragender Topspeed keine Garantie für Erfolg ist, musste Ducati-Werksfahrer Alvaro Bautista im ersten Superbike-Rennen auf dem Losail Circuit in Katar zur Kenntnis nehmen.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Alvaro Bautista ist der kleinste und leichteste der vier Ducati-Piloten, er richtet sein Motorrad zudem in den Kurven so früh auf wie kein anderer und sorgt so für viel Traktion und optimale Beschleunigung auf die Gerade hinaus. Daraus resultieren Topspeed-Werte, von denen seine Gegner träumen.
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323,4 km/h war Bautistas höchster im Rennen gemessener Wert, Teamkollege Chaz Davies brachte es immerhin auf 320,5. Schnellster Nicht-Ducati-Fahrer war im ersten Hauptrennen auf dem Losail Circuit Yamaha-Ass Michael van der Mark mit 319,5 km/h; das Gros der Fahrer bewegt sich im Bereich 311 bis 315 km/h. Experten schätzen, dass die Ducati 20 PS mehr hat als die Werks-Kawasaki. Obwohl Bautista auf der ein Kilometer langen Geraden mit seiner Ducati V4R wie eine Rakete an den Gegnern vorbeischoss, reichte es nur zu Platz 4. Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki), Davies und Alex Lowes (Yamaha) waren schneller, dem Spanier fehlten im Ziel 8,043 sec zur Spitze.
"Uns fehlt schon das ganze Wochenende etwas", hielt Bautista fest. "Ich habe mir mehr erwartet, als wir hier ankamen. Aber mein Gefühl war schon am Donnerstag nicht das beste. Nach einigen Runden schwimmt das Motorrad, das ist schwer zu handhaben. Ich kann nicht so bremsen wie ich will, und auch die Linie nicht halten. Der Start hat mir auch nicht geholfen. Ich war in der ersten Kurve außen und verlor einige Positionen, die ich erst wieder zurückerobern musste. Wenn ich fahren kann wie ich möchte, und freie Strecke habe, dann hätte ich die Lücke schließen können. Dieses Mal war das aber unmöglich. Mein Rückstand wuchs Zehntel um Zehntel und ich konnte nicht schneller fahren. Ich hatte viel zu kämpfen mit dem Motorrad – mehr als gewöhnlich."
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Auf die WM-Wertung hat das keinen Einfluss: Rea und Bautista standen schon vor den Rennen in Arabien als Weltmeister und Vize fest.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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