Martin Bauer über Schumacher: «Schumi war fasziniert und begeistert!»
Der ehemalige IDM-Champion und bisher einzige österreichische MotoGP-Fahrer Martin Bauer war zu Gast in der Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7», die diesmal vom Red Bull Ring ausgestrahlt wurde.
Im Rahmen einer Sonderausgabe von «Sport und Talk aus dem Hangar-7» vom Hotel Schönberghof wurde am Montag über die DTM, Formel 1 und MotoGP-WM gesprochen. Mit dabei war im MotoGP-Talk neben dem TV-Experten August «Gustl» Auinger und Moto3-Rookie Leo Rammerstorfer auch Martin Bauer. Der 50-jährige Niederösterreicher war der bisher erste und einzige österreichische MotoGP-Fahrer der Geschichte.
Zur Erinnerung: Bauer absolvierte in der Saison 2013 auf einer Suter-BMW in der CRT-Formel die Rennen in Brünn und Valencia. «Wir waren bei unserem ersten Test mit MotoGP-Reifen damals plötzlich zwei Sekunden langsamer als mit den normalen Slicks davor», erinnerte sich Bauer. «Ich hatte erst mit 22 Jahren die Möglichkeit, Rennsport zu machen.»
Der ehemalige Superbike-IDM-Fahrer Martin Bauer analysierte auch die aktuelle Lage in der MotoGP-WM. Zu KTM-Speerspitze und Ausnahmekönner Pedro Acosta meinte Bauer: «Pedro ist da schon das Zünglein an der Waage, dass er eben schon mehr herausholt.» Was traut Bauer, der für KTM auch in der IDM fuhr, den Orangen hinsichtlich der MotoGP-WM zu? «Es fehlt vielleicht noch etwas die Erfahrung und das letzte Quäntchen. Wenn sie den letzten Schritt noch schaffen, ist KTM sicher ein Anwärter auf die WM-Krone. Aber das ist noch ein weiter Weg dorthin.»
Martin Bauer über Michael Schumacher: «Michael war zwei Saisons lang mein Teamkollege»
Übrigens: Im Holzhauer-Honda-Team in der IDM war Bauer auch zwei Jahre lang Teamkollege von Formel 1-Ikone Michael Schumacher, der sich als Quereinsteiger in der deutschen Meisterschaft versuchte und sogar Punkte holte. «Michael war zwei Saisons lang mein Teamkollege. Er war natürlich fasziniert und begeistert von den Motorrädern. Er wollte deswegen auch umsteigen vom Auto auf das Motorrad, weil er gesagt hat: ‘Die Fahrdynamik ist komplett etwas anderes! In einem Auto sitzt du nur drinnen’», berichtete Bauer. «Er sagte, dass er da auch nochmal gern für Furore sorgen möchte.»
Und der Ingenieur erinnerte sich: «Michael hat unglaublich schnell gelernt. Man hat auch gemerkt – sein technisches Interesse und seine Herangehensweise haben ihn auch auf dem Motorrad unheimlich schnell vorangebracht. Er hat sehr schnell ein gutes Gefühl für so ein Fahrzeug aufgebaut. Es war eine unheimlich interessante Zeit – auch abseits der Strecke. Ich kannte Michael ja damals nur aus den Medien und da kommt man oft nicht so rüber, wie man normal eigentlich ist. Es war sehr schön, ihn näher kennen zu lernen und eine sehr schöne Zeit.»
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