Motorrad-Frauen-WM
Lucy Michel in Assen: Bremshebel verschwunden – Ritt durch das Kiesbett
Nach vier Jahren bei Honda hat Iker Lecuona in der Superbike-WM 2026 bei Aruba.it Ducati die Chance seines Lebens. Dass er nur einen Einjahresvertrag hat, kontert der Spanier selbstbewusst.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat Iker Lecuona mit der Ducati V4R Fahrt aufgenommen. War auf Phillip Island ein sechster Platz im ersten Lauf das beste Finish, brillierte der 26-Jährige in Portimão und Assen mit drei zweiten Plätzen.
Hatte Lecuona damit gerechnet, so schnell der erste Verfolger seines dominanten Aruba.it Ducati-Teamkollegen zu werden?
«Offen gesagt schon, denn normalerweise passe ich mich zügig an ein neues Motorrad oder eine neue Rennstrecke an. Jetzt fielen die Wintertests aber praktisch aus, das Bike ist neu und das Team ist neu für mich. Ich wusste aber, dass meine Zeit kommen würde», sagte Lecuona im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Nicolò war in Australien unglaublich schnell, aber in Portimão fühlte ich mich bereits viel besser und ich hielt es für möglich, in den nächsten ein bis zwei Meetings zu ihm aufzuschließen.»
Bulega gewann bisher jedes einzelne Saisonrennen und führt die Gesamtwertung mit 186 WM-Punkten souverän an. Momentan wird nur Lecuona zugetraut, den Siegeszug des zweifachen Superbike-Vizeweltmeisters zu beenden und an der Spitze für Spannung zu sorgen.
«Ich kann bislang nicht Rad an Rad mit ihm kämpfen, zumindest aber seine Pace mitgehen», bremst der Spanier übertriebene Erwartungen. «Das gelingt mir bereits für ungefähr zehn Runden, dann fährt er mir davon, weil ich die Reifen zu sehr beanspruche. Das ist der Bereich, den ich noch verbessern muss.»
Warum sollte mir Ducati keinen Vertrag für 2027 anbieten?Iker Lecuona
Während der schon sicher geglaubte Wechsel von Nicolò Bulega in die MotoGP,
«Im Moment mache ich mir keine Gedanken über die Zukunft und ich denke aktuell auch nicht über die Meisterschaft nach», winkte Lecuona ab. «Wenn ich meine Leistung so wie bisher bringe, warum sollte man mir keinen Vertrag für 2027 anbieten? Ich denke nur über das Hier und Jetzt nach und lasse die Zukunft auf mich zukommen – das ist die Aufgabe meines Managers.»
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