Superbike WM • Neu
Honda mit Nullrunde in Assen: Massive Ernüchtertung bei Jonathan Rea
Neben Ducati sah jeder andere Hersteller beim Meeting der Superbike-WM 2026 in Assen schlecht aus, das galt auch für BMW. Der Technische Direktor Chris Gonschor zieht eine ehrliche Bilanz.
Das Werksteam ROKiT BMW reiste nach den drei Podestplätzen von Miguel Oliveira in Portimão mit viel Selbstvertrauen zum TT Circuit in Assen. Wohlwissend, dass die niederländische Piste nicht das ideale Jagdgebiet für die M1000RR ist. Selbst Ausnahmekönner Toprak Razgatlioglu tat sich in Assen schwer, was umso mehr für die Neuzugänge Danilo Petrucci und Oliveira gelten sollte.
Der Italiener eroberte in der Superpole zwar den vierten Startplatz, erreichte in den Rennen aber nur die Positionen 18, 7 und 9. Beim Portugiesen sprangen die Plätze 7, 11 und 12 heraus. Man hatte sich mehr vorgenommen.
«Assen war für uns ein schwieriges Wochenende. Unser Ziel war klar: viele Punkte zu sammeln. Das ist uns zwar teilweise gelungen, aber die Ergebnisse entsprachen nicht dem, was wir uns vorgenommen hatten», betonte der Technische Direktor von BMW Motorrad Motorsport, Christian Gonschor. «Die Pace für die Top-5 war zwar bei Miguel ebenso wie bei Danilo da, und dass wir nach Miguels Podien in Portimão nun mit beiden Fahrern das Potenzial hatten, das Podest anzugreifen, ist ein Fortschritt. Aber in den Rennen hat es uns an der Umsetzung und auch ein bisschen an Rennglück gefehlt. Wir konnten das Potenzial über die Renndistanz nicht in die entsprechenden Ergebnisse ummünzen, aus verschiedenen Gründen.»
Worauf Gonschor unter anderem anspielt: Am Samstag fabrizierte Petrucci einen Frühstart und musste zwei Long-Lap absolvieren. Doch der Routinier ratterte bei der ersten Strafrunde von der Piste ab und wäre beinahe im Kiesbett gestürzt. Der Zeitverlust war immens.
«Deshalb verlassen wir Assen mit gemischten Gefühlen», ergänzte der Bochumer. «Zum einen hat die Performance das Potenzial bestätigt, zum anderen konnten wir mögliche Punkte nicht holen und haben nach Portimão einen Rückschlag erlebt. Doch jetzt geht es nach Ungarn auf einen Stop-and-Go-Kurs, auf dem unsere Stärken besser zur Geltung kommen sollten. Dort werden wir auf beiden Seiten der Box ein anderes Wochenende sehen.»
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