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Mit drei vierten Plätzen gelang Álvaro Bautista in Assen ein überaus solides Superbike-Meeting. Mehr als über die Ergebnisse freut sich der 41-Jährige aber über die Fortschritte mit der Ducati V4R.
Seit Einführung der Gewichtsregel muss Álvaro Bautista zusätzlichen Ballast an seinem Motorrad montieren lassen. Der Spanier ist der kleinste und leichteste Superbike-Pilot und sieht sich dadurch benachteiligt. Tatsächlich stand der 41-Jährige seitdem zuerst im Schatten seines damaligen Aruba-it-Teamkollegen Nicolò Bulega und verlor nach der vergangenen Saison auch seinen Platz im Werksteam.
In diesem Jahr tritt der Spanier für das Kundenteam Barni Racing an. Das Meeting in Assen war mit drei vierten Plätzen das bisher beste Rennwochenende des zweifachen Superbike-Weltmeisters als Privatier. Es scheint, als hätte die Truppe von Marco Barnabo bei der Abstimmung einen guten Kompromiss für die Gewichtsproblematik gefunden. «Ein sehr positiver Tag», sagte Bautista am Sonntagnachmittag erleichtert. «Abgesehen vom Ergebnis ist das Wichtigste, dass ich mich dank der Änderungen am Motorrad sowohl im Superpole-Rennen als auch im zweiten Rennen wohler gefühlt habe. Wir haben das Fahrgefühl im Vergleich zu Samstag verbessert und schließen Schritt für Schritt die Lücke zur Spitze. In den ersten Runden habe ich zwar etwas verloren, aber auch nicht übertrieben viel.»
Besonders zu Rennbeginn klagte Bautista bisher durch den Ballast und den vollen Tank über Handlingsprobleme. «Es war viel besser als noch im vergangenen Jahr, als ich mit dem zusätzlichen Gewicht nur ein Passagier auf dem Bike war. Jetzt kann ich das Motorrad bedeutend besser fahren, und das ist die wichtigste Erkenntnis«, betonte der 63-fache Sieger. «Mit den Daten von Assen können wir uns besser auf die nächsten Rennen vorbereiten. Wir müssen abwarten, aber für den Moment bin ich glücklich.»
Besonders erfreulich für das Barni-Team: Im zweiten Lauf kreuzte mit Yari Montella nur 0,9 sec hinter Bautista als Fünfter die Ziellinie. «Ich wusste gar nicht, dass mein Teamkollege hinter mir ist, denn wer hinter mir ist, spielt für mich keine Rolle. Ich sah ihn nur ganz am Anfang des Rennens und glaubte, dass Alex Lowes hinter mir ist», wunderte sich der 41-Jährige. «Für das Team ist es natürlich großartig, mit beiden Fahrern vorn mitzufahren und wichtige Punkte zu holen. Ein großartiger Sonntag für das gesamte Team, beide Fahrer in den Top-5 zu haben – herzlichen Glückwunsch an alle. Hoffentlich ist dies nur der Anfang. Lasst uns so weitermachen.»
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