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Nach dem verkorksten Misano-Test blickte Andrea Iannone nicht all zu zuversichtlich auf das Superbike-Meeting an diesem Wochenende. Mit Platz 7 im ersten Lauf war der Go Eleven Ducati-Pilot nicht sonderlich zufrieden.
Startplatz 7 in der Superpole und Siebter im ersten Lauf – Andrea Iannone hatte bei seinem Heimrennen auf dem Misano World Circuit zwar keinen überragenden Tag, aber einen soliden. Im Qualifying fehlten dem 34-Jährigen aber nur 0,3 sec auf die erste Reihe und im Rennen wurde er immerhin bester Kundenpilot.
"In der Superpole gelang mir eine an sich gute Runde – es fehlt nicht viel zur ersten Reihe. Das ist okay, wenn ich bedenke, welche Probleme ich beim Test hatte", grummelte Iannone im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Wir sind im ersten Rennen zwar das beste Kundenteam, aber wir müssen weiter arbeiten. Bei höheren Temperaturen haben wir mehr Schwierigkeiten als die momentan besten Piloten. Ist es kühler, sind wir Ihnen näher. Ich weiß nicht, wieso das so ist. Ganz sicher müssen wir uns in diesem Bereich aber verbessern. Im ersten Lauf kam alles zusammen: Ich hatte kein Gefühl zur Front und beim Beschleunigen hatte ich hinten keinen Grip. Letzteres lag an der Elektronik, die nicht wie gewünscht regelte. Letztlich sammeln wir Erfahrung und werden versuchen, die Situation zu verbessern."
Iannone büßte auf den sechstplatzierten Remy Gardner (Yamaha) zwei Sekunden ein, auf den Siebten, Michael van der Mark (BMW), hatte er 2,4 sec Vorsprung. "Ganz klar, ich will mehr erreichen, zumindest will ich für mehr kämpfen können", betonte der vier Jahre gesperrte Italiener. "Manchmal muss man aber akzeptieren, dass das nicht möglich ist. Ducati hilft mir und ich bin glücklich darüber. Wir sind das beste Kundenteam und schaffen es sporadisch auf das Podest. Ich habe es schon jetzt häufiger in die Top-3 geschafft als andere Privatiers in den vergangenen Jahren, uns fehlt also nicht viel. Heute waren Werksmotorräder vor und hinter mir, aber glücklich bin ich damit nicht. Ich will mehr. Tatsache ist, dass man Siege von mir erwartet."
Zur Erklärung: Seit 2024 zählen Bonovo BMW und GRT Yamaha zu den offiziellen Referenzteams des jeweiligen Herstellers. Deshalb bezeichnet Iannone den Australier als Werkspiloten.
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