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Assen, Superpole: Rea zerstört den Rundenrekord

Kawasaki-Star Jonathan Rea dominierte die Superpole in Assen, wurde aber um drei Plätze strafversetzt. Red Bull Honda war mit dem Motorrad von Stefan Bradl (16.) zu spät dran.

Superbike WM

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Die Piloten der Superbike-WM müssen sich beim Meeting in Assen warm anziehen – trotz Sonnenschein herrschte zu Beginn der Superpole um 10.30 Uhr nur 9 Grad Lufttemperatur.

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Keine Probleme mit den kühlen Bedingungen hatte WM-Leader Jonathan Rea. Der Kawasaki-Pilot ließ auf dem Qualifyer-Reifen nichts anbrennen und zerstörte in 1:33,505 min den bestehenden Polerekord. Das ist schneller als schnellste MotoGP-Rennrunde von Marc Marquez (2015/1:33,617 min). Der Pole-Rekord in der MotoGP stammt von Valentino Rossi in 1:32,627 min (2015).

Es wäre bereits die dritte Pole von Jonathan Rea im dritten Rennen der Superbike-WM 2017 gewesen, doch der WM-Leader bummelte auf der Auslaufrunde auf der Ideallinie und blockierte so Chaz Davies (Ducati). Als Strafe wurde Rea um drei Positionen zurückversetzt.

In der ersten Reihe 1 nehmen daher Rea's Kawasaki-Teamkollege Tom Sykes, Ducati-Ass Chaz Davies und Aprilia-Pilot Lorenzo Savadori Aufstellung. Rea startet von Platz 4, daneben Marco Melandri (Ducati) und Eugene Laverty (Aprilia).

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Pech hatte Stefan Bradl, der zu Beginn der Session auf sein Motorrad warten musste und erst mit einigen Minuten Verspätung in die Superpole eingreifen konnte. Als 16. hat der Honda-Pilot in den Rennen eine schwere Aufgabe vor sich.

So lief die Superpole

Superpole 1

In der Superpole 1 mussten die Red Bull Honda Nicky Hayden und Stefan Bradl antreten, mit Xavi Fores (Barni Ducati), Randy Krummenacher (Kawasaki) oder Leandro Mercado (Ioda-Aprilia) hatten sie aber starke Konkurrenz, die ebenfalls ums Weiterkommen in die zweite Session kämpfen wollten.

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Während alle Piloten bereits auf die Piste stürmten, saß Stefan Bradl kopfschüttelnd in seiner Box – seine Honda CBR1000RR SP2 war noch nicht einsatzbereit. Erst mit vier Minuten Verspätung konnte der Deutsche in die Superpole einsteigen.

Die erste Bestzeit markierte Randy Krummenacher in 1:35,832 min, gefolgt von Xavi Fores, Nicky Hayden und Mercado. Bradl reihte sich mit seiner ersten fliegenden Runde mit 1,4 sec Rückstand als Achter ein.

In der Superpole 1 werden keine Qualifyer-Reifen eingesetzt, dennoch kamen alle Piloten nach dem ersten Schlagabtausch an die Box, um sich einen frischen Reifen abzuholen. Krummi, Fores und Hayden waren nur um 74/1000 sec getrennt, es wurde spannend: In 1:35,562 min gelang Fores die Bestzeit vor Hayden – die beiden qualifizierten sich damit nachträglich für die Superpole 2.

Die Startplätze ab Position 13: Krummenacher, Alex De Angelis (Kawasaki), Roman Ramos (Kawasaki), Bradl, Mercado, Raffaele De Rosa (BMW), Riccardo Russo (Yamaha), Ondrej Jezek (Kawasaki), Ayrton Badovini (Kawasaki).

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Superpole 2

Schon vor dem Start sah man Lokalmatador Michael van der Mark gut gelaunt in seiner Yamaha-Box, dabei fuhr der 24-Jährige am Freitag lediglich die achtbeste Zeit. Als haushoher Favorit für die Poleposition galt Kawasaki-Star Jonathan Rea, der bereits in den Trainings mit Rennreifen am Streckenrekord kratzte.

Der zweifache Weltmeister sorgte dann auch auf seiner ersten fliegenden Runde in 1:34,596 min für eine beeindruckende Zeit, nur sein Teamkollege Tom Sykes konnte das noch einmal um 31/1000 sec schneller. Von den Nicht-Kawasaki-Piloten hielt lediglich Marco Melandri (Ducati) seinen Rückstand unter 0,5 sec.

Fünf Minuten vor dem Ende kamen die neuen Qualifyer-Reifen zum Einsatz, die laut Pirelli mehr als nur eine schnelle Runde ermöglichen sollen. Zuerst nahm Leon Camier mit der MV Agusta eine schnelle Runde in Angriff, doch der Brite war mit dem Rennreifen sogar schneller und blieb auf der sechsten Position.

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Nun kam Rea: 0,4 sec Vorsprung nach dem ersten Sektor, gefolgt von 0,5 sec im zweiten. Nach dem dritten Abschnitt lag der Kawasaki-Pilot bereits 0,8 sec vorne, um am Ende in 1:33,505 einen neuen Polerekord in den Asphalt zu brennen. Selbst Superpole-Spezialist Sykes kam in 1:33,715 min nicht an die Zeit seines Teamkollegen heran.

Auf der dritten Position reihte sich Chaz Davies (Ducati) ein vor dem Ende erstaunlichen Aprilia-Piloten Lorenzo Savadori als Vierter. Melandri, Eugene Laverty (Apriia), Fores, vd Mark, Jordi Toores (BMW), Hayden, Camier und Lowes komplettieren die Top-12.

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