Supersport-WM • Neu
In Gedenken an Genesio: Althea Ducati-Pilot Zaccone holt emotionalen Sieg
Man mag es kaum glauben, aber der Superbike-Event in Aragon war für Honda ein Schritt nach vorn. Somkiat Chantra fuhr in den Hauptrennen Rundenzeiten, mit denen er die rote Laterne abgeben konnte.
Seit zehn Jahren steckt Honda in der Superbike-Weltmeisterschaft in der Krise, daran änderte auch die werksseitige Rückkehr 2020 mit der Triple-R 2020 nichts. Im Gegenteil: Die diesjährige Saison ist für den japanischen Motorradgiganten die schlechteste überhaupt. Dass sich Jake Dixon noch vor Saisonauftakt beim Phillip-Island-Test und Somkiat Chantra beim Meeting in Assen verletzt haben, ist nur ein Grund für das Dilemma.
Im MotorLand Aragón – dem sechsten von zwölf Events – war das diesjährige Honda-Duo erstmals gemeinsam im Einsatz. Dass der Engländer bei seinem Renndebüt schneller war als der Thailänder, machte den Verantwortlichen Hoffnungen. Am Ende war es aber Chantra, der überraschte.
Der 27-Jährige aus Pattaya kreuzte im ersten Lauf von Startplatz kommend als 13. die Ziellinie. Weil er aber Remy Gardner (Yamaha) von der Piste gedrängt hatte, wurde er jedoch auf Platz 15 zurückgestuft.
«Das erste Rennen hat richtig Spaß gemacht. Ich konnte in der Gruppe mithalten und mich mit den Fahrern um mich herum messen, und das hat mir sehr gefallen», bemerkte Chantra. «Ich möchte dem Team danken, denn alle arbeiten sehr hart und wir verbessern uns Schritt für Schritt weiter. Schade ist die Strafe, durch die wir nach dem Rennen ein paar Plätze verloren haben, aber solche Dinge können passieren. Wichtig ist, dass wir heute ein besseres Tempo gezeigt haben und in der Gruppe mithalten konnten.»
Bei näherer Analyse fällt auf: Die schnellste Runde des Honda-Piloten war nur 0,047 sec langsamer als die von Michael van der Mark (BMW) auf Platz 11 und auf den besten Yamaha-Piloten, Stefano Manzi als Zwölfter, fehlten ihm sogar nur 0,016 sec. Chantra war dagegen schneller als Gardner.
Als 15. punktete Chantra erstmals auch im zweiten Hauptrennen. Erneut war er schneller als der Australier und nur 0,002 sec langsamer als Yamaha-Aushängeschild Andrea Locatelli.
«Ehrlich gesagt hatten wir uns etwas mehr erhofft, bedauerte der Honda-Pilot. «In Rennen 2 habe ich nach dem Start ein paar Plätze gutgemacht und dann versucht, an der Gruppe vor mir dranzubleiben, genau wie am Vortag. Vom Start bis zur Mitte des Rennens war das Gefühl nicht schlecht, und meine Rundenzeiten waren besser als gestern. In der zweiten Hälfte des Rennens hatte ich jedoch ein wenig zu kämpfen, da wir Vibrationen hatten. Wir haben verstanden, was vorgefallen ist, also werden wir weiter daran arbeiten, es weiter versuchen und uns weiter verbessern.»
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.