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Andreas Kofler (Yamaha): «Jeder Schritt nach vorn ist positiv»
Am Montag und Dienstag dieser Woche testen die Piloten der Superbike-WM im MotorLand Aragón die für 2027 vorgesehenen Reifen von Michelin. Trotz Redeverbot erfuhr SPEEDWEEK.com von ihren Eindrücken.
Den Superbike-Teams und -Fahrern wurde für den Michelin-Test im MotorLand Aragon ein Maulkorb verpasst, was grundsätzlich verständlich ist. Denn in diesem Jahr ist Pirelli der offizielle Ausrüster der seriennahen Weltmeisterschaft. Außerdem sind Vergleiche wegen unterschiedlicher Philosophien der Fabrikate nicht zielführend. Superbike-Fans sind natürlich dennoch brennend daran interessiert, welche Veränderungen für die Superbike-WM 2027 zu erwarten sind.
Trotz Redeverbot hat SPEEDWEEK.com Eindrücke der Piloten in Erfahrung bringen können. Die Meinungen gehen erwartungsgemäß auseinander und hängen mit dem persönlichen Fahrstil oder langjährigen Gewohnheiten zusammen. Es gibt jedoch auch Aussagen, die sich decken: So wird der Vorderreifen ausgesprochen positiv bewertet.
Aus dem Umfeld von WM-Leader Nicolò Bulega (Ducati) ist zu hören, dass die Reifen besser als erwartet seien; besonders der Vorderreifen gefällt ihm. Um das Potenzial des Hinterreifens ausschöpfen zu können, muss das Fahrwerk optimiert werden. Der Seriensieger probierte einen Medium-Reifen vorn und fühlte sich gut, probierte aber auch verschiedene Hinterreifen aus, um die beste Lösung zu finden.
Auf der anderen Seite der Aruba.it-Box testete Iker Lecuona erstmals die Michelin auf der Ducati V4R, allerdings kennt der Spanier die MotoGP-Variante. Auch der 26-Jährige zeigte sich überrascht und lobte den Vorderreifen dem Vernehmen nach ausdrücklich. Seinen Fahrstil müsse er jedoch anpassen, um den Hinterreifen besser zum Arbeiten zu bringen.
Da beide Stammfahrer verletzt sind, war für BMW Testfahrer Michael van der Mark im Einsatz. Der erfahrene Niederländer lernte die Michelin-Reifen bereits bei einem früheren Test auf der M1000RR im April kennen. Probleme gab es in Aragon nicht.
Aus dem Yamaha-Lager gab es gemischte Aussagen. Xavi Vierge habe mit mehr Schwierigkeiten gerechnet, wirkte aber auch nicht euphorisch.
Pos
Fahrer (Nation/Motorrad)
Zeit
1.
Iker Lecuona (E/Ducati)
1:49,387 min
2.
Axel Bassani (I/Bimota)
1:49,576
3.
Garrett Gerloff (USA/Kawasaki)
1:49,611
4.
Alex Lowes (GB/Bimota)
1:49,937
5.
Tommy Bridewell (GB/Ducati)
1:49,991
6.
Nicolo Bulega (I/Ducati)
1:50,230
7.
Andrea Locatelli (I/Yamaha)
1:50,239
8.
Michael van der Mark (NL/BMW)
1:50,243
9.
Stefano Manzi (I/Yamaha)
1:50,313
10.
Xavier Vierge (E/Yamaha)
1:50,417
11.
Somkiat Chantra (T/Honda)
1:50,448
12.
Remy Gardner (AUS/Yamaha)
1:50,681
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