Superbike WM • Neu
Nächste Aufgaben für Nicolo Bulega: Bautista-Rekord knacken, MotoGP-Test
Nach Platz 5 am Freitag könnte sich das Superbike-Meeting in Estoril für Bimota positiv entwickeln. Für Axel Bassani bedeutet das jedoch nicht, dass er die starken Ducati-Piloten herausfordern kann.
Einen so guten Freitag erwischte Axel Bassani lange nicht mehr. Nach einem verhaltenen FP1 steigerte sich der Bimota-Pilot
Dominiert wurde der erste Trainingstag einmal mehr von Ducati, denn hinter Bulega folgten mit Privatier Alberto Surra und Iker Lecuona zwei weitere V4R. Minimal schneller als Bassani war auch BMW-Pilot Miguel Oliveira auf der vierten Position. «Die Rundenzeiten liegen sehr eng beieinander», betonte Bassani im Gespräch mit SPEEDWEEK.com-Chefredakteur Ivo Schützbach. «Am Nachmittag fuhr ich eine Rennsimulation und bekam nach einigen Runden große Probleme mit dem Heck. Insbesondere in der Bremsphase rutschte das Bike sehr stark. Nachdem wir für den letzten Run etwas an der Abstimmung geändert haben, lief es viel besser. Das Gefühl war gut und obwohl ich ein paar Fehler machte, fuhr ich 1:35,8 min – für den ersten Tag sind das gute Rundenzeiten.»
Sieht Bassani auf dem Circuito do Estoril die Chance, die Ducati-Piloten an der Spitze herauszufordern? «Nein – so wie schon die gesamte Saison nicht. Das ist nun mal die Realität. Sie fahren derzeit in einer eigenen Liga», winkt der Italiener gefrustet ab. «Gut finden wir das nicht und natürlich versuchen wir immer, ihnen so nahe wie möglich zu kommen. Auf manchen Strecken sind wir dichter dran, auf anderen weniger. Wir bemühen uns in jedem Rennen, unter die besten fünf ins Ziel zu kommen. Ein Podium wäre schöner, aber realistisch ist das für uns derzeit nicht.»
Das im Reglement festgeschriebene Balance-System soll eigentlich für Chancengleichheit sorgen, doch in diesem Jahr blieben alle Einbremsversuche von Ducati wirkungslos. Für die nächste Saison wird deshalb die
Das ist nicht gut für die Meisterschaft.Axel Bassani
Paradox: Obwohl sich Bassani nach mehr Ausgeglichenheit sehnt, gönnt er Ducati den Erfolg. «In dem Punkt bin ich ihrer Meinung: Wer härter arbeitet als jeder andere, hat Siege verdient. Sie investieren viel, stecken große Leidenschaft in das Projekt, haben viele Bikes auf der Strecke und viele Menschen, die in den Teams, in der Werkstatt und im Werk für den Erfolg schuften. Ich fuhr drei Jahre für ein Ducati-Kundenteam und bekam einen Einblick davon, wie sehr sie sich anstrengen. Dieses System könnte jeder kopieren, das dafür erforderliche Budget ist wahrscheinlich ein Problem. Sie holen das Maximum aus ihren Möglichkeiten heraus, und das ist ihr gutes Recht», betonte der Italiener. «Gleichzeitig darf man die anderen nicht vergessen. Wenn kein Hersteller den Rückstand aufholen kann, ist das nicht gut für die Meisterschaft, denn so etwas schaut sich niemand an. Klar ist es großartig, wenn man jedes Rennen gewinnt – jeder will das.»
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