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Nachfolger von Nicolo Bulega bei Aruba: Jetzt diskutieren die Ducati-Bosse

Wer bekommt den freiwerdenden Platz des angehenden Superbike-Weltmeisters Nicolo Bulega im Ducati-Werksteam 2027? «Die Liste der Interessenten ist sehr lang», sagt Aruba-Teammanager Serafino Foti.

Im Artikel erwähnt

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Eine Dominanz wie von Nicolo Bulega in der Saison 2026 gab es in der 1988 gegründeten Superbike-Weltmeisterschaft noch nie: Der Italiener gewann die ersten 21 Rennen, seine einzige Niederlage erlitt er im ersten Lauf in Donington Park am 11. Juli, als er hinter Aruba-Teamkollege Iker Lecuona Zweiter wurde. Am Tag darauf rückte der 26-Jährige die Verhältnisse wieder gerade und verabschiedete sich mit zwei weiteren Siegen in die beinahe achtwöchige Sommerpause, bis es am ersten September-Wochenende in Magny-Cours bei Nevers ins letzte Saisondrittel geht.

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Bis dahin wird sich allerhand entscheiden. Während der World Ducati Week Anfang Juli haben sich Ducati und das Aruba-Team auf die Zusammenarbeit von weiteren zwei Jahren in der Superbike-WM bis Ende 2028 geeinigt. Im nächsten Schritt wird der Vertrag des braven Iker Lecuona verlängert, der nicht nur als Einziger in diesem Jahr Bulega schlagen konnte, sondern nach 19 (!) zweiten Plätzen auch souveräner Zweiter der Weltmeisterschaft ist – 133 Punkte hinter Bulega und 147 vor dem Dritten Yari Montella.

Dann geht es darum, wer den Platz von Bulega einnimmt, der dank seiner grandiosen Leistungen in der Superbike-WM sowie als MotoGP-Testfahrer von Ducati für 2027 und 2028 in die Premier-Class befördert und im VR46-Team von Valentino Rossi an der Seite von Fermin Aldeguer platziert wird.

Jeder will ins Ducati-Werksteam

«Die Liste der Interessenten ist sehr lang», sagte Aruba-Teammanager Serafino Foti im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Gigi Dall’Igna, Stefano Cecconi und ich werden uns zusammensetzen und darüber reden, wer der Richtige ist.»

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Mit der Verpflichtung des zweiten Fahrers hat Ducati keine Eile: Denn erstens will jeder auf dem besten Motorrad sitzen und zweitens fallen die Preise, je länger das Team mit seiner Entscheidung wartet.

Ich will keinen aus der MotoGP, der nicht glücklich ist bei den Superbikes zu sein oder diese als Plan B betrachtet

aruba-teamchef stefano cecconi

Aruba-Boss Cecconi hat seine Vorstellungen bereits im April im exklusiven Interview geschildert: «Der entscheidende Punkt ist für mich die Motivation. Ich will keinen aus der MotoGP, der nicht glücklich ist bei den Superbikes zu sein oder diese als Plan B betrachtet – unabhängig davon, wie gut dieser Fahrer sein könnte. Ich möchte mit Leuten arbeiten, die happy darüber sind in dieser Meisterschaft, in diesem Team und auf diesem Motorrad zu sein.»

Grundsatzfrage: Etabliert oder jung?

Der Norditaliener hat keine Präferenz, ob der zukünftige Boxennachbar von Lecuona ein Etablierter aus der MotoGP- oder Superbike-WM sein soll oder ein aufstrebender junger Fahrer aus der Moto2- oder Supersport-Klasse. In der MotoGP verlieren Jack Miller, Franco Morbidelli, Brad Binder, Alex Rins und Maverick Vinales ihren Sitz, bis auf Letztgenannten haben alle Interesse an der seriennahen Weltmeisterschaft angemeldet. Aus der Moto2 hat WM-Leader Manuel Gonzalez vorgefühlt, auch im Werksteam von BMW, falls er den MotoGP-Platz bei Tech3 KTM nicht bekommt.

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Für Cecconi wäre es spannend, einen jüngeren Fahrer zu nehmen und einen «neuen Bulega» aufzubauen. Dafür braucht es aber ein Kaliber wie Gonzalez (23). Nicht außer Acht zu lassen ist, dass Ducati in der Superbike-WM immer gerne mit einem Italiener antritt, was für Morbidelli (31) oder Moto2-Pilot Celestino Vietti (24) sprechen könnte.

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