Furchtloser Razgatlioglu: Risiko kümmert ihn nicht
Unfassbar, was Superbike-WM-Leader Toprak Razgatlioglu nach seiner dreiwöchigen Verletzungspause an seinem ersten Tag zurück auf dem Motorrad in Aragon abgeliefert hat. Lediglich 0,004 sec fehlen ihm zur Bestzeit.
In seinem ersten Stint im ersten freien Training am Freitagvormittag drehte Toprak Razgatlioglu fünf Runden und positionierte sich auf Anhieb im Mittelfeld. Dann machte er eine längere Pause und fuhr anschließend weitere neun Runden. Diese endeten mit der überragenden Bestzeit 1:49,021 min, womit er über 4/10 sec vor seinem BMW-Kollegen Garrett Gerloff auf Platz 2 blieb!
Im FP2 am Nachmittag arbeitete Toprak an der Rennabstimmung. Der 27-Jährige gehörte zu den sieben von 23 Fahrern, die sich nicht steigern konnten, was daran lag, dass er mit gebrauchten Reifen fuhr. In der kombinierten Zeitenliste beider Trainings ist der Türke dennoch auf Platz 2 hinter Gerloff zu finden – um winzige 0,004 sec geschlagen.
"Ich bin etwas erschöpft, vor allem meine Schulter", erzählte Razgatlioglu am späteren Freitagnachmittag in kleiner Medienrunde. "Aber es ist nicht schlecht. Gut ist, dass ich nach drei Wochen Pause kein Arm-pump habe. Jetzt brauche ich aber eine Pause. Ich hoffe, dass ich am Samstag gegen Bautista und die anderen Ducati kämpfen kann. Alvaro ist stark, er ist auf dieser Strecke immer stark. Er ist hier vielleicht etwas schneller als ich, weil die Strecke besser zu seinem Fahrstil passt. Ich bin zum ersten Mal mit der BMW hier, wir haben hier nicht getestet. Dafür war alles sehr positiv. Wenn wir uns verbessern, kann ich mit Alvaro kämpfen. Wenn nicht, wird es schwer. Über zehn Runden kann ich mithalten, aber danach wird es hart. Nach den beiden Trainings wissen wir, was wir brauchen, und können daran arbeiten. Das Motorrad war auf der Bremse nicht so gut, das Gleiche gilt für das Turning – was auch an dem starken Wind lag."
Mit drei Rennen am Wochenende ist die Superbike-WM sehr fordernd, Toprak macht sich wegen seiner körperlichen Verfassung aber keine Sorgen. Er glaubt auch nicht, dass sein Unfall mental Spuren bei ihm hinterlassen hat.
"Das ist ein sehr gefährlicher Sport", unterstrich der Weltmeister von 2021. "Jeder Sport ist riskant. Ich weiß das und es kümmert mich nicht. Die Ärzte haben mir vor dem Cremona-Wochenende gesagt,
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