Superbike WM • Neu
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Ein Blick ins Superbike-Werksteam von Honda genügt und man spürt: Mit der Rückkehr von Jake Dixon ist große Hoffnung verbunden. Der Engländer ist erst halb fit, schlug sich am Aragon-Freitag aber gut.
Das Comeback von Jake Dixon in der Superbike-WM, genau genommen ist es sein Debüt, da er sich vor seinem ersten Rennwochenende im Februar verletzt hatte, dauerte nur zwölf Minuten. Dann lag der Engländer am Ausgang von Kurve 12 im MotorLand Aragon neben der Strecke – und die völlig verschrottete, auseinandergerissene Honda Fireblade neben ihm.
«Ein kleiner Ausrutscher und dann so etwas – das habe ich meinem Leben noch nie gesehen», meinte Dixon zu dem Schrotthaufen, den er hinterließ. «Ich fragte mich selbst: ‚Wie erkläre ich das dem Team?’» Und fügte lachend hinzu: «Ich wollte das Bike nicht, sondern ein neues. Ich fuhr einen zu weiten Radius mit dem harten Vorderreifen, dann rutschte ich weg. Das war nichts, wirklich nichts. Ein echter Bullshit-Crash, aber ein teurer für Honda.»
«Ich tat mir an der Schulter weh, als ich über die Kerbs rutschte. Der Arm tut mir sowieso weh, aber es kommt Schritt für Schritt – ich brauche nur Zeit. Gesundheitlich bin ich bei 60 Prozent und fahre das Bike nicht so, wie es gefahren werden sollte. Und gleichzeitig muss sich das Team in den bekannten Bereichen verbessern. Rennen zu fahren ist hart genug, wenn du vollkommen fit bist. Aber sich mit etwas herumschlagen, wenn man nicht ganz fit ist, macht es noch härter. Letztlich habe ich es nach der langen Pause genossen.»
Der aus der Moto2-WM kommende Dixon hatte vor Aragon lediglich drei Testtage auf trockener Piste auf der Honda. Fast die gesamten Wintertests hat es verregnet, dann verletzte er sich auf Phillip Island, bevor die Saison losging, und er verpasste die ersten fünf Rennwochenenden.
«Deshalb haben wir noch keine Basis», erklärte er beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Als ich am Morgen das erste Mal rausging, passte das Bike nicht ganz. Aber je mehr ich fahre, umso besser wird unsere Basis und wir kommen mit jeder weiteren Strecke näher ran – wir haben etwas Arbeit vor uns.»
Erstaunlich: Obwohl Dixon im FP1 nur zwölf Minuten fuhr und den Rest der Session verpasste, weil in der Superbike-WM kein Ersatzmotorrad erlaubt ist, war er im FP2 am Nachmittag 2/10 sec schneller als Teamkollege Somkiat Chantra und wurde respektabler Zwölfter – mit neun Ducati, zwei Bimota und einer Kawasaki vor sich.
Vom Motorrad wird mehr kommen – aber auch von mir, wenn ich fit bin.jake dixon
«Dabei haben wir sogar darauf verzichtet, mit einem neuen Reifen zu fahren», freute sich der siebenfache GP-Sieger. «Bezüglich Pace war ich Zehnter und wir konnten nützliche Informationen sammeln. In einigen Streckenabschnitten sind wir gut, aber wo wir schwach sind, sind wir wirklich schwach. Auf der Bremse ist das Motorrad sehr gut, auch das Turning. Der einschränkende Faktor für uns ist der mangelnde Grip am Hinterrad aus den Kurven hinaus. Die Ducati ist diesbezüglich sehr gut, auch was den Reifenverschleiß betrifft. Wenn wir einen neuen Reifen aufziehen, werden wir kaum schneller. Je länger ich fahre, umso besser wird es. Ich muss herausfinden, warum das so ist. Wir müssen auch herausfinden, wie das Team für mich das Beste aus dem Chassis herausholen kann. Vom Motorrad wird mehr kommen – aber auch von mir, wenn ich fit bin.»
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