Pecco Bagnaia (Ducati) nach Platz 2 in Mugello: Was ihn überraschte
Ducati-Pilot Pecco Bagnaia fuhr im MotoGP-Zeittraining in Mugello die zweitschnellste Zeit. Er fühlt sich sehr gut auf der Highspeed-Strecke. Welche Dinge dem Italiener noch Sorgen bereiten.
Die MotoGP-Saison 2026 verlief für Pecco Bagnaia bislang durchwachsen. Immerhin konnte er in Barcelona sein erstes Grand-Prix-Podium erzielen. Dazu kommen drei zweite Plätze in den Sprintrennen. In Mugello war der Ducati-Werksfahrer in den Saisons 2022, 2023 und 2024 eine Macht – er gewann dort in drei Jahren alle Rennen (Sprints und Grands Prix). Letztes Jahr wurde er bei seinem Heim-GP Dritter und Vierter.
Obwohl er sich selbst in diesem Jahr nicht zu den Favoriten auf den Sieg zählt, muss man in Mugello immer mit dem Italiener rechnen. Dazu kommt, dass Bagnaia sein Gefühl für die Desmosedici GP26 bei den letzten Rennwochenenden und bei den Tests in Jerez und Barcelona Schritt für Schritt verbessern konnte.
Am Freitag lief es für Bagnaia gut in Mugello – im Zeittraining am Nachmittag belegte er mit 0,091 sec Rückstand auf Markenkollege Fabio Di Giannantonio (VR46 Ducati) Rang 2. Wie fühlt sich die Ducati im Vergleich zu letztem Jahr an? «Sie lenkt besser ein. In diesem Bereich hatte ich letztes Jahr meine Probleme. Dieses Jahr ist es besser, aber das Motorrad bewegt sich bei allen Kurveneingängen mehr. Wir versuchen deshalb, die Balance etwas anzupassen. Wir werden aber keine großen Veränderungen machen, denn ich fühle mich gut jetzt», erklärte der 29-Jährige. «Diese Strecke ist aber problematisch mit gebrauchten Reifen, Hinter- und Vorderreifen werden stark beansprucht. Aber seit Jerez fühle ich mich in den Kurven besser.»
Was traut Bagnaia seinem Teamkollegen Marc Marquez zu, der ebenfalls den direkten Einzug ins Q2 geschafft hat? «Ich glaube, dass er sich seine Energie gut einteilt. Er arbeitet gut und ruhig. Wenn eine Zeitenjagd notwendig ist, macht er sie. Bei den Rennen wird er dabei sein», stellte Bagnaia klar.
Bagnaia: «Diese Strecke passt sehr gut zur Ducati und zu meinem Fahrstil!»
Was glaubt Pecco Bagnaia, was er im Sprintrennen und im Grand Prix erreichen kann? «Zuerst einmal muss ich verstehen, wie die Reifen funktionieren», grübelte er. «Vorne ist es klar, dort werden wir den Medium einsetzen. Es geht um den Hinterreifen. Mit dem weichen Hinterreifen fühle ich mich ganz gut, aber der Verschleiß ist enorm. Ich hätte das so nicht erwartet. Ich denke, dass die Streckenbedingungen schlechter sind als letztes Jahr.»
In den Top-10 waren fünf Ducati zu finden. «Ich denke, dass diese Strecke sehr gut ist für uns, sie passt sehr gut zur Ducati und zu meinem Fahrstil», so Bagnaia.
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