Nach Portimão kennt BMW die Schwächen der S1000RR
Nicht erst in Portimão, besonders aber dort wurden die Schwachstellen der BMW S1000RR offensichtlich. Nicht einmal Aushängeschild Tom Sykes konnte die Probleme überfahren. Teamchef Shaun Muir nimmt Stellung.
Seit Misano, als BMW erstmals einen echten Superbike-Motor in die S1000RR implantierte, ging es mit den Ergebnissen in der seriennahen Weltmeisterschaft 2019 bergauf. Gleich im ersten Rennen erreichte Tom Sykes als Zweiter das erste Podium der Saison, in Donington Park folgte die erste Poleposition und ein weiterer zweiter Rang im ersten Lauf. In Laguna Seca sprang ein dritter Platz im Sprintrennen heraus.
Einen Rückschlag musste BMW aber in Portimão hinnehmen. Bei hohen Temperaturen klagten beide Piloten über Grip-Probleme – und auf der langen Geraden über zu wenig Motorleistung! "Tom war im ersten Rennen auf einigen Streckenabschnitten schneller, während er auf anderen Abschnitten langsamer war. Das war genau da, wo überholt wird, am Ende der Start-Ziel-Gerade", stellte auch Teamchef Shaun Muir fest.
"Natürlich wissen wir um unser Speed-Defizit, aber das große Thema ist im Moment, mehr mechanischen Grip zu finden. Das hat uns sowohl bei Markus als auch bei Tom große Schwierigkeiten bereitet", analysierte der Brite weiter. "Wir wissen, dass wir an der Fahrwerksbalance arbeiten müssen. Wenn uns das gelingt, und wir über das Fahrwerk und die Aufhängung den mechanischen Grip verbessern, dann können wir einen weiteren Schritt nach vorne machen. Aber in den heutigen heißen Bedingungen, in einem Rennen über 20 Runden, spürt man die Auswirkungen deutlich."
"Wir konnten sehen: Wenn wir Grip haben, wenn wir den Qualifying-Reifen aufziehen, dann ist Tom wahrscheinlich einer der schnellsten Fahrer im Feld. Das unterstreicht: Wenn wir auch mit dem Rennreifen mehr Grip haben, werden wir im Rennen eine wesentliche bessere Pace haben. Dies hat sich an diesem Wochenende wieder gezeigt, und wir werden hart arbeiten, um das für die nächsten Rennen zu verbessern."
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