Zeittraining, Sachsenring: Quiles nach Crash ohne Zeit, Rookie Pratama 1.
Nach einem wilden Crash zu Beginn war WM-Leader Maximo Quiles früh raus aus dem Kampf um einen Platz im Q2. Honda-Rookie Veda Pratama (Honda) schaffte die Bestzeit vor Joel Esteban und Eddie O’Shea.
Der Auftakt des ersten Zeittrainings zum Sachsenring-GP begann mit einem Schock für das Team des WM-Führenden Maximo Quiles. Der Dominator der 2026er-Saison war noch in der ersten fliegenden Runde abgeflogen – der heftige Crash in Kurve 7 des Sachsenrings schickte den Aspar-Piloten erst einmal ins Abseits. Das Bike des Spaniers wurde übel zugerichtet, Quiles zurück ins Fahrerlager transportiert.
Auch die Stimmung beim deutschen Intact-GP-Team war gedämpft. David Almansa, als Dritter der WM an den Sachsenring gereist, musste nach dem FP1 das wichtige Zeittraining auch das wichtige Zeittraining über 35 Minuten auslassen. Der Spanier wird mit einer Infektion und Fieber im Krankenhaus behandelt.
Die Sitzung, die über den direkten Einzug der Top-14 ins zweite Qualifying entscheidet, fordert nach knapp zehn Minuten die nächsten Opfer. Wieder hatte es in der schnellen Linkskurve 7 gescheppert. Nach einem Highsider von Guido Pini konnte CIP-Pilot Adrian Cruces nicht ausweichen. Der Italiener und der Spanier schlugen gemeinsam im Kies ein. Beide Youngster blieben ohne schwere Verletzungen. Kaum waren die Moto3-Bikes geborgen, lag auch die zweite CIP-KTM mitsamt Pilot Scott Ogden neben der Strecke.
Während Rookie Brian Uriarte zu ersten relevanten Bestmarke eilte, tauchte Quiles wieder in der Aspar-Box auf. Trotz einiger Blessuren wollte der sechsfache Sieger der laufenden Saison wieder auf die Piste, doch 20 Minuten vor Ende war die KTM in CFMOTO-Farben noch nicht in der Box.
Auf der Strecke hatten sich derweil zwei Honda-Piloten in Schwung gebracht. Joel Kelso nahm Position 2 ein, gefolgt von Rookie Jesus Rios (Snipers), dahinter überraschte Intact-Ersatzpilot Marcos Uriarte mit der vierten Zeit. Mit Rico Salmela, Hakim Danish und Marco Morelli hatten sich drei weitere Neueinsteiger in die Top-10 gedrängt. Rookie Leo Rammerstorfer verlor auf dem ihm bekannten Sachsenring zur Halbzeit 1,2 Sekunden auf die Bestzeit, was auf nur 3,67 km kurzen Kurs Platz 22 bedeutete.
Die letzten knapp 10 Minuten entwickelten sich wieder einmal zu einem hektischen Finale, dem Maximo Quiles fernbleiben musste. Der 250er-Prototyp mit der Nummer war nicht mehr in Fahrt gebracht worden. Im Finale ging es Schlag auf Schlag. Pratama, Buchanan, Esteban und Jesus Rios zogen an Ajo-Pilot Brian Urirate vorbei. Weitere Sektor-Bestzeiten erschienen auf den Schirmen. Die größte Verbesserung schaffte Honda-Asia-Rookie Veda Pratama, der fünf Minuten vor der Flagge auf eine 1:25,848 min kam. Nur 0,008 sec dahinter, Joel Esteban.
Bei idealen Bedingungen verbesserte sich kurz vor Schluss Eddie O’Shea auf Platz 3. Alvaro Carpe, Schnellster des FP1, stieg bis auf Platz 5. An der Spitze änderte sich nichts mehr. Stellvertretend für den starken Auftritt der Neulinge beendet Veda Pratama den Freitag in Sachsen mit der Bestzeit. Mit Rios (4.), Morelli (6.), Danish (7.) und Rico Salmela (14.) zogen vier weitere Rookies direkt ins zweite Qualifying ein. Der Linzer Leo Rammerstorfer konnte nicht weiter nachlegen. 1:27,164 min – Q1 nach Platz 22 für den Honda-Fahrer.
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