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Wegbegleiter über Bulegas GP-Karriere: «Er war damals noch nicht bereit»
Mit einem Test der Ducati-Werksmaschinen von Marc Marquez und Nicolo Bulega machte Kayla Yaakov in Misano auf sich aufmerksam. Landsmann Garrett Gerloff sprach exklusiv bei SPEEDWEEK.com über Yaakov.
Ein größeres Zeichen der Wertschätzung innerhalb der Ducati-Familie hätte Kayla Yaakov kaum erhalten können. Im Rahmen der World Ducati Week in Misano durfte die 19-jährige Amerikanerin die Werksmaschinen von MotoGP-Star Marc Marquez und Superbike-WM-Dominator Nicolo Bulega fahren. Damit rückte eines der größten Nachwuchstalente der USA erneut ins Rampenlicht.
«Nicht jeden Tag bekommt man die Gelegenheit, ein Werksmotorrad aus der Superbike-WM und ein MotoGP-Bike zu fahren», teilte Ducati nach den Testfahrten in den sozialen Medien mit. «Heute durfte Kayla die Motorräder von Nicolo Bulega und Marc Marquez auf dem legendären Misano World Circuit erleben.»
Die Einladung nach Misano kommt nicht von ungefähr. Yaakov setzte bereits zu Beginn des Jahres mit ihrem
Yaakov sitzt seit ihrem vierten Lebensjahr auf Motorrädern und sammelte schon als Kind Titel am Fließband. Mit neun Jahren wurde sie zur jüngsten Amerikanerin, die ein Rennen auf einem vollwertigen Straßenmotorrad gewann – und unterbot damit sogar den Rekord des verstorbenen Nicky Hayden. Mittlerweile hat sie mehrere MotoAmerica-Rennen gewonnen und als erste Frau sowohl einen MotoAmerica-Lauf als auch einen Podestplatz beim Daytona 200 erreicht.
Gegenüber SPEEDWEEK.com sprach Landsmann Garrett Gerloff exklusiv über den Weg der jungen US-Pilotin, deren Erfolge auch in Europa wahrgenommen werden. «Ja, klar verfolgen wir sie», betonte Gerloff. «Meine Frau ist ein großer Fan von Kayla. Wir schauen uns ihre Rennen an. Was sie zuletzt gezeigt hat, war richtig stark. Sie holte in Road Atlanta die Pole-Position und stand regelmäßig auf dem Podium. Sie ist auf jeden Fall vorne dabei.»
Besonders beeindruckt zeigt sich der Kawasaki-Pilot davon, wie sich Yaakov gegen etablierte Fahrer behauptet. «Sie fährt gegen richtig große Namen. Ich denke, sie ist sehr clever. Sie ist leicht, was ebenfalls hilft. Sie ist wirklich stark, auch wenn ihr vielleicht körperlich noch ein wenig Kraft fehlt – aber das ist in ihrem Alter ganz normal. Sie arbeitet unglaublich hart und es ist schön zu sehen, wie sie sich von den 300ern bis in die Supersport-Klasse entwickelt hat.»
Für Gerloff wäre der nächste logische Schritt eine Karriere in Europa. Gleichzeitig weiß der Texaner aus eigener Erfahrung, wie schwierig dieser Weg ist. «Ich hoffe, dass sie die Chance bekommt, in der Supersport-WM, der Sportbike-WM oder sogar der Superbike-WM zu fahren. Aber der Wechsel von Amerika nach Europa ist nach wie vor schwierig. Deshalb muss sie weiter gute Ergebnisse liefern und beweisen, dass sie das Tempo hat. Ich werde sie auf jeden Fall unterstützen.»
Ein wichtiger Begleiter auf diesem Weg ist ausgerechnet jener Mann, der einst auch Gerloffs Karriere entscheidend beeinflusste: Ben Spies. Der Superbike-Weltmeister von 2009 und ehemalige MotoGP-Werkspilot unterstützt Yaakov beim Rahal-Ducati-Team.
«Soweit ich weiß, ist Ben dort Teammanager», erklärte Gerloff. «Ich weiß, dass er den Fahrern hilft, wenn sie Fragen haben. Er ist auf jeden Fall eine große Hilfe.» Mit Spies selbst steht Gerloff heute nur noch sporadisch in Kontakt. «Wir sprechen ab und zu miteinander. Aber er hat dort einen Vollzeitjob und darauf liegt sein Fokus. Deshalb haben wir nicht mehr so viel Kontakt wie früher.»
Gerloff verfolgt die MotoAmerica trotz seines Engagements in der Superbike-WM weiterhin aufmerksam und versucht, mindestens einmal pro Jahr persönlich an die Strecke zu kommen. «Viele Leute dort sind meine Freunde – sowohl die Fahrer als auch die Teammitglieder. Deshalb fahre ich gern hin und genieße einfach ein schönes Rennwochenende. Letztes Jahr war ich in Austin dabei und hatte eine richtig gute Zeit.»
Nach ihrem viel beachteten Auftritt in Misano richtet sich Yaakovs Fokus bereits auf die nächste Herausforderung. An diesem Wochenende gastiert die MotoAmerica auf der legendären Strecke von Laguna Seca. Die 19-Jährige reist als Gesamtvierte nach Kalifornien und will ihre starke Form bestätigen. Die Meisterschaft führt derzeit Darryn Binder auf Ducati vor Markenkollege Josh Herrin und Suzuki-Pilot Tyler Scott an.
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