Marco Zambenedetti (Ducati) zum Michelin-Test: «Wichtiger Schritt für 2027»
Nach dem Rennwochenende in Aragon folgt ein wichtiger Michelin-Test. Ducati-Technikkoordinator Marco Zambenedetti erklärt die Testpläne und warum der erste Vergleich so wichtig ist.
Die Superbike-WM steht vor einem bedeutenden Umbruch. Nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit Pirelli wird Michelin ab der Saison 2027 neuer Einheitsreifenlieferant der seriennahen Weltmeisterschaft. Für die Teams beginnt deshalb bereits in den kommenden Monaten die intensive Vorbereitungsphase auf die neue Reifen-Ära.
Ein erster wichtiger Schritt steht direkt nach dem kommenden Rennwochenende in Aragon an. Dort organisiert Michelin einen offiziellen Test, bei dem die Teams Erfahrungen mit den neuen Pneus sammeln sollen. Ducati-Technikkoordinator Marco Zambenedetti misst diesem Termin große Bedeutung bei.
«Der nächste Test wird ein wichtiger Test», erklärte Zambenedetti auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com. «Der Test findet nach dem Rennwochenende in Aragon statt und wird von Michelin organisiert.»
Wie viele Fahrer und Teams letztlich teilnehmen werden, stand zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht fest. Ducati möchte den Test aber unbedingt nutzen. «Als Werksteam wollen wir auf jeden Fall dabei sein», betonte der Italiener.
Michelin kommt der finalen Reifenspezifikation näher
Besonders interessant: Nach aktuellem Stand sollen die Reifen bereits sehr nah an den Spezifikationen für die Saison 2027 liegen. «Nach unserem Verständnis handelt es sich dabei um eine echte Vorserienversion der 2027er-Reifen», verriet Zambenedetti. «Deshalb freuen wir uns darauf.»
Ein weiterer offizieller Michelin-Test ist nach dem Saisonfinale in Jerez geplant. Ob es davor noch zusätzliche Möglichkeiten geben wird, ist momentan allerdings offen. «Ich weiß nicht, ob wir zwischendurch gemeinsam mit Michelin noch weitere Tests machen können», erklärte der Ducati-Technikkoordinator.
Vor allem die Wintermonate stellen die Teams dabei vor Herausforderungen. Gute Bedingungen für aussagekräftige Testfahrten sind oft schwer zu finden. «Es ist schwierig, im Winter das richtige Wetter, die passenden Temperaturen und gute Windverhältnisse zu erwischen», gab Zambenedetti zu bedenken.
Deshalb hofft Ducati auf zusätzliche Testmöglichkeiten im Spätsommer oder Frühherbst. «Vielleicht im September oder in einem ähnlichen Zeitraum», meinte der Italiener. Gleichzeitig stellte er klar, dass dies stark von Michelin abhängt – insbesondere davon, wann die finalen Reifenspezifikationen an die Teams ausgegeben werden.
Denkbar wäre laut Zambenedetti auch ein flexibleres Modell, bei dem Michelin den Teams Reifen zur Verfügung stellt und diese ihre Testprogramme selbst organisieren. «Es muss nicht zwingend ein offiziell organisierter Michelin-Test sein», erklärte er. «Vielleicht gibt Michelin den Teams einfach Reifen und die Teams entscheiden selbst, wann und wie sie diese einsetzen.»
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