Motocross-WM MXGP • Neu
Sieger Jeffrey Herlings (Honda): «Bin gespannt, was Lucas in den USA zeigt»
Trotz einiger Probleme verteidigte Red Bull KTM-Werksfahrer Simon Längenfelder in Lacapelle-Marival seine WM-Führung und startet am kommenden Wochenende bei seinem Heim-Grand-Prix mit dem Red Plate.
Beim Heimrennen mit dem Red Plate des WM-Führenden und dazu noch mit der Startnummer 1 des Weltmeisters anzutreten, ist etwas ganz Besonderes. Vor dem
Sacha Coenen war hoch motiviert. Er zog im ersten Lauf den Holeshot und legte von Anfang an ein höllisches Tempo vor, während Simon dahinter im Bereich der Top-5 agierte. Sacha stürzte in der Schikane nach der Boxengasse und fiel zurück. Später stürzte der Belgier erneut. Längenfelder wirkte souverän und konnte die Lücke zu den Spitzenfahrern schließen. In den letzten Runden des ersten Laufs schien er die besten Linien zu haben und nur auf den Moment zu warten, um seine Chance zu nutzen, während sich Guillem Farres (Triumph) und Mathis Valin (Kawasaki) um den Laufsieg stritten. In dieser Phase war Längenfelder vielleicht etwas zu konservativ, denn plötzlich kam von hinten Camden Mc Lellan, machte kurzen Prozess und überholte den Deutschen.
Die Fahrt von Simon Längenfelder erinnerte besonders im ersten Lauf an den Fahrstil von Stefan Everts: Ruhig, konstant, stehend unterwegs mit schnellen Rundenzeiten. Platz 4 spiegelte seine Leistung im ersten Lauf eigentlich nicht wider. Der Deutsche hätte dieses Rennen auch gewinnen können, aber Überholmanöver waren auf dieser Strecke riskant. Mit Längenfelder auf Platz 4 und Sacha Coenen auf Rang 8 konnte der Deutsche seinen Vorsprung an der Tabellenspitze nach dem ersten Lauf trotzdem von 4 auf 9 Punkte ausbauen.
Im zweiten Lauf gelang Längenfelder erneut kein guter Start und er blieb rundenlang auf Platz 6 im Verkehr stecken. In Runde 18 warf ihn ein heftiger Crash an einer Bergabpassage auf Platz 7 zurück. Sacha Coenen hatte in diesem Rennen auch keinen guten Start und hing ebenfalls im Feld fest. Nachdem Simon stürzte, erbte der Belgier Platz 6 und nahm Simon damit wieder einen WM-Punkt ab. Trotz seiner Probleme vergrößerte Simon in Frankreich sein Punktepolster gegenüber Sacha von 3 auf 8 Punkte, d.h. er baute seine WM-Führung sogar noch aus und kommt nun als WM-Führender zum nächsten WM-Lauf in den Talkessel.
In Lacapelle-Marival war deutlich erkennbar, dass Simon Längenfelder mit Blick auf seinen Heim-Grand-Prix und das Red Plate stark auf Sacha Coenen konzentriert war. In Frankreich brachte sich nun aber Guillem Farres als Titelaspirant ins Spiel, denn mit seinem ersten Grand-Prix-Sieg verkürzte der Spanier seinen Rückstand zur Spitze von 40 auf 20 Punkte. «Ich will jetzt um den Titel kämpfen», erklärte er selbstbewusst in der Pressekonferenz nach dem Rennen. Es stehen in dieser Saison noch 13 weitere Grands Prix an. 20 Punkte Rückstand sind angesichts dieser Zahl von Rennen nichts. Es gibt außer Sacha Coenen noch eine Handvoll weiterer Fahrer, die Simon Längenfelder das Unternehmen Titelverteidigung vermasseln wollen und können.
«Dieses Wochenende war nicht einfach», grübelte Längenfelder nach dem Rennen. «Ich hatte Probleme mit den Starts, also muss ich dort ansetzen. Mit dem Fahren war ich aber ganz zufrieden. Der Crash am Ende des zweiten Laufs war frustrierend, aber mir geht es gut. Die Strecke war sehr schmal und es gab kaum Überholmöglichkeiten. Der nächste Grand Prix in Deutschland wird cool. Ich freue mich schon darauf.»
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.