Weiter zum Inhalt
Abo
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
  1. Start
  2. /
  3. Rallye & Enduro
  4. /
  5. SuperEnduro-WM
  6. /
  7. News
Werbung
Budapest: King Billy Bolt wankte – und gewann trotzdem souverän
In Bezug auf Billy Bolt in der SuperEnduro-WM gehen einem langsam die Superlative aus: Der Husqvarna-Werkspilot gewann auch beim vierten Lauf der Saison 2025/2026 in Budapest mit Punktemaximum.
SuperEnduro-WM
Werbung
Werbung
Was auf dem Papier souverän aussieht, entpuppte sich bei näherer Betrachtung als echter Arbeitssieg. Dass sich Billy Bolt am Samstagabend in Ungarns Hauptstadt erneut den Superpole-Dreier sicherte, war keine Sensation – schließlich war es bereits das vierte Mal in Folge. Überraschender war hingegen, dass er für seinen ersten Heat-Sieg an diesem Abend ungewöhnliche Schützenhilfe benötigte.
Werbung
Werbung
Bolt und sein britischer Landsmann Jonny Walker setzten sich mit starken Starts erwartungsgemäß an die Spitze. Doch bereits bei der ersten Passage des ultimativen «Scharfrichters» des Kurses – einer von Extrem-Track-Builder Kornel «Cuby» Nemeth mit massiven Felsbrocken präparierten Auf- und Abfahrt – strauchelten beide beinahe gleichzeitig und fielen weit zurück. Das resultierende Tohuwabohu nutzte der ebenfalls gut gestartete Stark-Future-Pilot Toby Martin zur Führung. Der hochdekorierte britische Trial-Spezialist zeigte anschließend eine fehlerfreie Fahrt und lag bis kurz vor Schluss rund sechs Sekunden vor Bolt, der sich mühsam aus dem Mittelfeld wieder nach vorn gearbeitet hatte. Doch ausgerechnet am besagten «Scharfrichter» stellte Martins Elektro-Bike kurzzeitig den Dienst ein – Bolt erbte den Heat-Sieg. 
Martin wurde immerhin Zweiter vor Mitch Brightmore und zeigte sich dennoch zufrieden. Billy Bolt nach anfänglichen Schwierigkeiten in voller Kontrolle Im zweiten (Reverse-Grid-)Heat schoss Bolt aus der zweiten Startreihe mit einem weiteren Traumstart schnell auf Rang zwei vor und übernahm bereits in der zweiten Runde die Führung. Danach kontrollierte er das Rennen souverän und siegte mit neun Sekunden Vorsprung vor Brightmore. Jonny Walker fehlten bereits über 23 Sekunden auf den Sieger.
Werbung
Werbung
Auch im dritten Lauf sah lange alles nach einem Start-Ziel-Sieg für Bolt aus. Doch zur Rennmitte leistete er sich einen schweren Fehler, den Brightmore auszunutzen wusste. Als dieser bereits wie der sichere Sieger aussah, stürzte er in der Bonusrunde – und schenkte Bolt damit auch den dritten Heat-Erfolg. So ging der „SuperEnduro-King“ erneut mit weißer Weste zur Siegerehrung. In seinem Fall darf man durchaus vom Glück des Tüchtigen sprechen.
Nach seinem nun schon 30. Grand-Prix-Sieg in Folge (seit Januar 2020) sagte Bolt: «Natürlich bin ich super happy. Aber man hat gesehen, wie hoch das Niveau inzwischen ist. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ich der Schnellste war. Umso schöner ist es, trotzdem gewonnen zu haben. Auf dieser Strecke durfte man nicht zu viel pushen, sonst passierten sofort Fehler. 63 weitere Punkte sind gut für die Meisterschaft, aber die Rennen waren enger, als es vielleicht aussah. Ich denke, es war eine gute Show.» Auch Mitch Brightmore zeigte sich zufrieden: «Ich hatte eine gute Pace und gute Linien. Leider hat es im dritten Heat nicht ganz zum Sieg gereicht, aber heute ist niemand fehlerfrei geblieben.»
Werbung
Werbung
Jonny Walker lobte trotz der bislang schwierigsten Strecke der Saison den Kurs: «Die Strecke war extrem fordernd, aber es gab verschiedene Linien. Das hat man an den vielen Positionswechseln und Zweikämpfen gesehen.» Lettenbichler fehlte, der deutsche Nachwuchs jubelte Da Manuel Lettenbichler wegen einer schweren Grippe mit 40 Grad Fieber ausfiel – ausgerechnet wenige Tage nach der Geburt seines ersten Kindes – musste Tim Apolle aus Finne (Sachsen-Anhalt) die deutschen Farben allein vertreten. Mit den Heat-Plätzen 7, 10 und 8 belegte er Tagesrang 9 und festigte damit seinen zehnten Platz in der Gesamtwertung. «Damit bin ich sehr zufrieden. Vielleicht wäre noch der eine oder andere Platz mehr möglich gewesen, aber heute war es besonders wichtig, konstant zu fahren und große Fehler zu vermeiden», erklärte Apolle gegenüber SPEEDWEEK.com. Jubel in Schwarz-Rot-Gold gab es in den Nachwuchsklassen. In der Junior-WM marschiert der Tensfelder Milan Schmüser im Gleichschritt mit Billy Bolt zum ersten offiziellen WM-Titel. Auch er gewann bislang alle Grand Prix dieser Saison – diesmal mit zwei Heat-Siegen und einem dritten Platz. Sein Vorsprung beträgt aktuell 53 Punkte.
Werbung
Werbung
Im Youth World Cup fuhr der erst 14-jährige Max Eppelmann aus Stadecken-Elsheim bei Mainz bei seinem zweiten SuperEnduro-Einsatz mit zwei vierten Plätzen auf Gesamtrang drei und damit erstmals aufs Podest. Aufgrund seines erst am 12. Januar erreichten Mindestalters durfte der zweifache US-Endurocross-Meister 2025 (Junior und Intermediate, mit 13 Jahren jüngster Champion der Geschichte) erst beim dritten Saisonlauf in Bilbao ins SuperEnduro-Geschehen eingreifen. WM-Stand Prestige nach 4 von 7 Läufen:
  1. Billy Bolt (GB), Husqvarna, 249 Punkte
  2. Jonny Walker (GB), Triumph, 188 (-61)
  3. Mitch Brightmore (GB), GASGAS, 169 (-80)
  4. Eddie Karlsson (S), Stark, 153 (-96)
  5. Dominik Olszowy (PL), Rieju, 101 (-148)
  6. Josep Garcia (E), KTM, 99 (-150)
  7. Toby Martyn (GB), Stark, 97 (-152)
  8. Diogo Vieira (P), GASGAS, 90 (-159)
  9. Alberto Gomez Cantero (E), Beta, 86 (-163)
  10. Tim Apolle (D), Beta, 82 (-167)
  11. Manuel Lettenbichler (D), KTM, 59 (-190)
Schon gesehen?
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Weiterlesen

Themen
  • SuperEnduro-WM
    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz
    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.
    Berichte & Analysen
    Redaktion
    Serien