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SuperEnduro Riesa: Die nächste Bolt-Show – Lettenbichler mit Fortschritten

Neues Jahr, alter Sieger. Auch beim zweiten Lauf der SuperEnduro-WM 2025/2026 dominierte Billy Bolt. Bei Manuel Lettenbichler war ein Aufwärtstrend zu erkennen, Josep Garcia fuhr erstmals aufs Podest.

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Wie jedes Jahr seit 2015 läutete das sächsische Riesa mit dem SuperEnduro Grand Prix of Germany das neue deutsche Motorsport-Jahr ein. Dabei galt, bezogen auf die letzten vier Jahre, wieder: The same procedure as every year. Der Brite Billy Bolt war erneut das Maß der Dinge und feierte – bedingt durch die Doppel-Veranstaltung im Corona-Fortsetzungswinter 2022 – 2026 seinen sechsten Riesa-Sieg sowie seinen 28. GP-Triumph in Folge (seit Januar 2020).

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Beim Saisonauftakt Mitte Dezember 2025 im polnischen Gliwice (Gleiwitz) hatte der 28-Jährige zwar souverän gewonnen, allerdings einen der drei möglichen Heat-Siege an seinen Landsmann Jonny Walker abgegeben. In Sachsen feierte er nun einen Sieg auf ganzer Linie, sprich er holte sich den Sieg in der mit drei WM-Punkten berauschten Superpole und anschließend alle drei Heat-Siege.

Im ersten Lauf war es zumindest lange Zeit spannend. Nachdem der Husqvarna-Factory-Fahrer in Führung liegend kurz zu Boden ging, führte Jonny Walker rundenlang, ohne dass Bolt ihn ernsthaft bedrängen konnte. Doch der Triumph-Pilot ließ sich nichts schenken und revanchierte sich ebenso mit einem «Hänger», was Bolt das Tor zum nächsten Heat-Sieg öffnete.

In den Läufen 2 und 3 agierte Bolt nahezu fehlerfrei und behielt so an diesem Abend in der seit Wochen ausverkauften Arena seine weiße Weste. Dazu sagte er anschließend: «Es war ein perfekter Abend mit dem Superpole-Sieg und drei Rennsiegen, daher bin ich sehr zufrieden. Wie immer in Riesa war es ein harter Tag auf einer anspruchsvollen Strecke, und das Niveau war unglaublich ausgeglichen, mit nur sehr geringen Unterschieden zwischen den Fahrern, insbesondere in der Superpole. Unter diesen Bedingungen drei Rennsiege einzufahren, ist wirklich sehr zufriedenstellend. Das ist ein großartiges Ergebnis für die Meisterschaft und, was genauso wichtig ist, ein großer Schub für das Selbstvertrauen.»

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Dieses dürfte beim «ewigen» Zweiten Jonny Walker wieder etwas gelitten haben. Der 34-Jährige war als Meister der vergleichbaren US-Endurocross-Serie 2025 hoffnungsvoll in die neue WM-Saison gestartet und musste sich wieder mit Platz 2 auf dem Podest begnügen. Diesen belegte er auch in den ersten beiden Heats, doch in der Superpole sowie im finalen Lauf war er zu fehlerhaft unterwegs und kam jeweils nicht über Platz 5 hinaus. Obendrein fehlte er nach der Siegerzeremonie bei der anschließenden obligatorischen Pressekonferenz, weil er sich zum Check zum medizinischen Personal begab.

Deutlich über seinen Erwartungen wurde Josep Garcia Tagesdritter und durfte bei seinem erst zweiten SuperEnduro erstmals mit aufs Podest. Der Spanier ist zweifacher sowie aktueller EnduroGP-Weltmeister sowie zusammen mit seinen fünf Klassen-Titeln siebenfacher Champion. In Gleiwitz erfüllte er sich einen lange gehegten Traum und mischte sich erstmals unter die SuperEnduro-Spezialisten. Seinem dort schon erstaunlichen sechsten Rang ließ er nun mit den Heat-Plätzen 4, 6 und 2 sein erstes SuperEnduro-Podest folgen.

Schon in der Superpole hatte er mit Platz 2 auftrumpfen können und ebenso im letzten Heat, der keinesfalls geschenkt, sondern selbst herausgefahren war. «Um ehrlich zu sein, war es nicht eines meiner Ziele für diese Saison, bei einem SuperEnduro-Lauf auf dem Podium zu stehen. Der Plan war, hierher zu kommen, Spaß zu haben und einfach so viel wie möglich zu lernen. Ich habe hier in Deutschland wie immer 100 Prozent gegeben, und das hat sich ausgezahlt», kommentierte Garcia seinen Coup. Beim nächsten Lauf in zwei Wochen wird er im heimischen Bilbao noch einmal antreten, danach liegt sein Fokus auf der Vorbereitung für die Outdoor-Saison.

Nach zweijähriger Pause startete der vierfache Hard-Enduro-Weltmeister Manuel Lettenbichler bei seinem SuperEnduro-Comeback in Polen mit Rang 8 in die Saison. Vor heimischen Fans steigerte sich der Bayer um zwei Plätze und konnte sich vor allem im mittleren Heat mit Platz 4 gut in Szene setzen. Den Abend kommentierte er so: «Es war großartig, hier in Deutschland vor meinen heimischen Fans zu fahren, denn die Stimmung war echt mega. Die Rennen verliefen gut, ich hatte einige ziemlich gute Starts und schaffte es, mich die meiste Zeit durch das Chaos zu kämpfen. Im zweiten Rennen war ich kurz davor, auf das Podium zu kommen, hatte aber nicht ganz das Tempo. Ich bin zufrieden mit dem sechsten Platz in der Gesamtwertung und freue mich auf das nächste Rennen.»

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Ebenfalls mit einer Steigerung konnte der zweite Deutsche im Prestige-Feld, Tim Apolle aus dem Süden Sachsen-Anhalts, aufwarten. Er landete als Neunter in den Top-10. «Das war eine richtig geile Veranstaltung mit einer geilen Stimmung. Mein persönliches Highlight aus sportlicher Sicht war im ersten Heat, ein paar Runden auf Platz 3 zu fahren. Die Prestige-Klasse hat in diesem Winter ein wahnsinnig hohes Level. Auch deswegen bin ich sehr zufrieden, denn ich bin gut gefahren.»

Sehr zum Gefallen der überwiegend deutschen Fans gewann der Norddeutsche Milan Schmüser auch den zweiten Saisonlauf der in diesem Winter zur offiziellen FIM-Weltmeisterschaft erhobenen Junior-Klasse und liegt somit, wie Billy Bolt bei den «Großen», bereits ziemlich klar auf Titelkurs.

WM-Stand Prestige nach 2 von 7 Läufen:

  • 1. Billy Bolt (GB), Husqvarna, 123 Punkte

  • 2. Jonny Walker (GB), Triumph, 93 (-30)

  • 3. Eddie Karlsson (S), Stark, 79 (-44)

  • 4. Mitch Brightmore (GB), GASGAS, 75 (-48)

  • 5. Josep Garcia (E), KTM, 70 (-53)

  • 6. Manuel Lettenbichler (D), KTM, 59 (-64)

  • 7. Dominik Olszowy (PL), Rieju, 45 (-78)

  • 8. Diogo Vieira (P), GASGAS, 41 (-82)

  • 9. Toby Martyn (GB), Stark, 40 (-83)

  • 10. Tim Apolle (D), Beta, 37 (-86)

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