Der Jerez-Test war der Härtetest für den im November operierten linken Arm von Can Öncü. Der Kawasaki-Pilot fühlt sich bereit, um nach der Supersport-Weltmeisterschaft 2024 zu greifen.
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Beim Supersport-Meeting in Assen wurde Can Öncü am 23. April von Yari Montella gerammt, seitdem war Radialnerv am linken Arm geschädigt und der Türke litt unter einer sogenannten Fallhand. Weil Gefühl und Kraft nicht zurückkehrten, entschied sich der 20-Jährige zu einer riskanten Operation, bei der ein Nerv von einer anderen Stelle transplantiert wurde. Dieser Eingriff wurde im November in Birmingham im Royal Orthopaedic Hospital durchgeführt.
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Dass die Operation ein voller Erfolg war, bewies Öncü beim Jerez-Test am 24./25. Januar mit der zweitbesten Zeit der anwesenden Supersport-Asse. Zuvor hatte der Kawasaki-Pilot vom 20. bis 22. Januar im Rahmen eines Rennstreckentrainings der Firma Rehm getestet, ebenfalls in Jerez. "Harte Wochen liegen hinter mir, die Operation war nicht ohne. Der Eingriff war meine letzte Chance, denn vorher konnte ich den Arm nicht mehr richtig bewegen", erzählte Öncü SPEEDWEEK.com. "Schon zwei Tage nach der OP spürte ich, dass es besser wird. Nach etwa zehn Tagen fing ich an, ihn zu bewegen. Die Ärzte sagten mir, dass ich mich vier bis fünf Wochen gedulden muss und tatsächlich wurde es mit jedem Tag ein wenig besser. Das hat mich motiviert." Öncü fuhr seine ZX-6R mit vollem Einsatz, so wie er es vor dem Unfall getan hat. "Vor der OP konnte ich die Kupplung nicht betätigen, jetzt kann ich sie wieder kontrollieren. Davon hatte ich seit dem Unfall in Assen geträumt und jetzt kommt auch die Kraft zurück", lachte der aus Alanya stammende Öncü. "Der Doktor sagte, dass es sich in den kommenden Wochen weiter verbessern wird. An meinen Rundenzeiten und an meiner Race-Pace kann man schon jetzt sehen, dass es besser geworden ist."
Der Red Bull Rookies-Sieger von 2018 hat sich mit dem Gewinn der Supersport-WM 2024 ein großes Ziel gesetzt. "Obwohl wir beim Test ständig etwas Neues ausprobiert haben, waren die Zeiten ausgezeichnet. Manzi mag beim Test ein wenig schneller sein, aber das ist ein Test und normalerweise lege ich an den Rennwochenenden zu", weiß Öncü. "Ich hoffe also, dass wir in diesem Jahr ordentlich mit ihm kämpfen können. Ich fuhr immer 1:43 min und einige Runden sogar 1:42 min und 1:41 min."
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Mit Yamaha-Aushängeschild Stefano Manzi, Bulega-Nachfolger Adrian Huertas bei Ducati und MV Agusta-Ass Marcel Schrötter waren die potenziellen WM-Anwärter beim Jerez-Test anwesend.
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