Das Treffen der Teamchefs mit der Dorna in Genf wirkt nach. PTR-Boss Simon Buckmaster macht sich Gedanken, in welche Richtung sich die Supersport-WM technisch entwickeln könnte.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Was die Dorna mittelfristig mit der Superbike- und Supersport-WM vor hat, ist mittlerweile klar geworden. Das freizügige Reglement soll wieder seriennäher werden, zudem sollen Kosteneinsparungen realisiert werden.
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Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta nimmt die Teams auf dieser Reise mit ins Boot und forderte beim Gipfeltreffen am 5. Dezember in Genf konkrete Vorschläge ein. Eine Aufforderung, die zumindest Simon Buckmaster gerne nachkommen wird. Der PTR-Eigner führt 2013 ein Team mit stolzen sechs Piloten ins Rennen."Es scheint als wollte die Dorna unsere Meinung hören, bevor man irgendwelche Änderungen einführt", sagt Buckmaster erleichtert. "Ich denke wir alle wissen, dass es auf eine Einheitselektronik hinauslaufen wird. Das funktioniert schon in der Moto2, in der MotoGP soll es kommen. Auch in der britischen Meisterschaft fährt man mit der Motec-ECU sehr gut", meint Buckmaster und sieht klare Vorteile. "Motec wäre auch für die Supersport-WM eine gute Wahl, weil bereits viele Teams sie einsetzen. Durch eine Einheits-ECU könnte die maximale Drehzahl beschränkt werden, was sich entsprechend auf die Lebensdauer der Motoren auswirkt."
Hinsichtlich einer Kostensenkung würde das jedoch nicht sehr viel bewirken. "Wir bräuchten trotzdem einen Elektronik-Spezialisten, um das Beste aus dem Material herauszuholen", winkt der Brite ab. "Die Logistik sorgt für die grössten Kosten. Alles was diese Position reduziert, wäre gut. Wir beschränken uns bereits pro Fahrer auf zwei Mechaniker, das reicht bei uns. In den 90er Jahren waren nur eine bestimmte Anzahl von Flugtickets und Hotelzimmern bei Überseerennen erlaubt. Diese Regelung wieder in Kraft zu setzen, würde sich für die ganze Meisterschaft positiv auswirken."
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Beim Motortuning hört der Spass für den Chef einer Tuning-Schmiede aber auf. "Das Motoren-Reglement ist gut so wie es ist", sagt der frühere GP-Pilot. " Im Falle der Supersport-WM dürfen wir sowieso nur den Zylinderkopf bearbeiten. Das ist nicht so teuer."
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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