Speedway-Grand-Prix: Michael Jepsen Jensen hatte den Traum bereits abgehakt
Mit 34 Jahren qualifizierte sich Michael Jepsen Jensen nach jahrelanger Abstinenz wieder für den Speedway-Grand-Prix. Der Däne hat sich fest vorgenommen, alles zu geben – egal, was dabei rauskommt.
Als Fünfter des Speedway-GP-Challenges in Holsted
«Das hat niemand kommen sehen», schmunzelte der Däne. «Natürlich gab es Zeiten, in denen ich den Traum vom Grand Prix aufgegeben hatte. Ich war eine Zeit lang auch nicht in der Form wie aktuell. Ich bin jetzt reifer und erfahrener und im Endeffekt waren die letzten Jahre für mich wie eine lange Ausbildung, die darüber hinausgeht, nur das Motorrad zu fahren. Es geht um Setups, das Team und so weiter. Ich ruhe inzwischen in mir selbst und bin recht selbstbewusst.»
Ende des Jahres in den Spiegel sehen können
Nachdem er auf U21-Niveau die Einzel- und zweimal die Team-WM gewonnen hatte, überraschte Jepsen Jensen 2012 als Wildcardfahrer mit dem GP-Sieg in Vojens. Aus dem damaligen Feld ist beim WM-Auftakt am kommenden Samstag in der OneSolar-Arena in Landshut nur noch Fredrik Lindgren dabei, was zeigt, wie lange die Abstinenz des Dänen war, der 2015 seine einzige volle GP-Saison fuhr. Vor seiner Comeback-Saison schenkt sich der Routinier vollmundige Ankündigungen, wenngleich er betont, alles reinhauen zu wollen. «Ich will am Ende des Jahres, oder irgendwann nach meinem Karriereende, in den Spiegel schauen können und wissen, dass ich alles gegeben habe, was möglich ist», so Jepsen Jensen. «Ich will das Maximum aus mir herausholen und dann wird man sehen, ob es für die Spitze reicht, oder ob ich am Ende des Feldes lande.»
Das System erlaubt Fehler
Um letzten Endes um die Big-Points in der WM mitfahren zu können, gilt es ins Finale zu kommen, dafür hat Jepsen Jensen eine ganz eigene Formel, die er auch schon im vergangenen Jahr beim Saisonfinale in Vojens für sich nutzen konnte. «Das System erlaubt Fehler», erklärte er. «Ich hatte in Vojens keine guten Vorläufe, aber am Ende habe ich es ins Finale geschafft und konnte auf dem Podium stehen – hinter den Fahrern, die um die Weltmeisterschaft kämpften. Man kann in den Vorläufen Fehler machen, hat dennoch die Chance mit zwei Laufsiegen in die Top-Ten zu kommen, und kann dann im Finale die meisten Meisterschaftspunkte mitnehmen.»
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