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Mit einem starken Auftritt auf Phillip Island feierte Tom Booth-Amos im zweiten Lauf seinen ersten Supersport-WM-Sieg. Er sprach über seine Entwicklung, Titelambitionen und wagte eine mutige Einschätzung zur Konkurrenz.
Der Saisonauftakt der Supersport-WM 2025 verlief für Tom Booth-Amos (Triumph) nahezu perfekt. Nach Platz 2 im ersten Rennen schlug der Brite am Sonntag zu und sicherte sich den Sieg im ereignisreichen zweiten Lauf. Im Anschluss erklärte er, warum es für ihn in diesem Jahr besser läuft als je zuvor – und machte eine selbstbewusste Aussage.
Booth-Amos hielt sich im zweiten Rennen von Beginn an in der Spitzengruppe und führte über weite Strecken. Von den zahlreichen Zwischenfällen blieb er unberührt und brachte seine Triumph Street Triple RS 765 mit 0,671 Sekunden Vorsprung auf Stefano Manzi (Yamaha) und Bo Bendsneyder (MV Agusta) ins Ziel. Es war sein erster Sieg in der Supersport-WM und zugleich der erste Triumph-Erfolg seit Manzis Sieg in Portimão 2022.
Trotz des Erfolgs hielt sich seine Jubelstimmung in Grenzen. Vielmehr zeigte er sich nachdenklich und zog einen Vergleich zu seinen bisherigen Erfolgen. "Ich habe in der Supersport-WM 300 zwar schon gewonnen, aber das fühlte sich nicht wie eine Weltmeisterschaft an. "Du bekommst kaum Aufmerksamkeit." Nun sieht er eine völlig andere Wahrnehmung: "Diese Klasse verfolgen viel mehr Leute. Die Superbike-Teams passen auf und schauen, wer aufsteigen kann. Als Supersport-Pilot ist das dein Ziel."
Booth-Amos startet in seine vierte Saison und gehört mittlerweile zu den erfahrenen Piloten im Feld. Für seine starke Form 2025 sieht er mehrere Gründe. "Früher fuhr ich mit Kawasaki, das war nicht das beste Paket. Jetzt bin ich im zweiten Jahr mit dem gleichen Team, mit demselben Crew-Chief und denselben Mechanikern." Besonders das gute Verhältnis zu Teamchef Simon Buckmaster sei ein entscheidender Faktor.
Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg war der Wechsel von Bitubo auf Öhlins-Federung. Nach den Tests fühlte sich das Team zunächst verloren. Erst am Freitag konnte es die Probleme lösen. Auch das Selbstvertrauen des Briten ist gewachsen: "Ich wusste im Dezember, dass ich reif genug für den Titel bin."
Die Triumph passt perfekt zu seinem Fahrstil. "Ich bin entspannt auf dem Bike, weiß genau, wie schnell ich wo fahren und pushen kann. Das reichte aus, um zu gewinnen." Auch sein Ansatz hat sich verändert: "Ich fahre nicht mehr wie verrückt herum. Ich genieße es jetzt mehr."
Mit einer mutigen Aussage sorgte Booth-Amos für Gesprächsstoff: "Ich denke, die besseren Fahrer sind dieses Jahr nicht auf einer Ducati unterwegs." Tatsächlich landete die beste Ducati im zweiten Rennen nicht in den Top-7. Nur ein Ducati-Pilot beeindruckte ihn: "Schrötter ist momentan der Beste auf der Panigale."
Nach dem Saisonauftakt teilt sich Booth-Amos mit Stefano Manzi die Führung in der Gesamtwertung (jeweils 45 Punkte). Die nächste Runde der Supersport-WM findet vom 28. bis 30. März in Portimão statt.
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