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Dieter Hardt (Castrol): Wegbereiter für Heyer, Glemser, Surer, Rosberg
Dieter Hardt feiert heute (27. April) seinen 95. Geburtstag. Der frühere Mann hinter den Renneinsätzen von Castrol hatte immer ein Händchen für herausragende Rennfahrer und Erfolg.
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Hans Heyer im Zakspeed-Ford Escort in Castrol-FarbenHans Heyer im Zakspeed-Ford Escort in Castrol-FarbenFoto: Ford
Hans Heyer im Zakspeed-Ford Escort in Castrol-Farben© Ford
Allein mit Zakspeed wurde Dieter Hardt fünfmal Deutscher Rennsport-Meister, zweimal mit Dieter Glemser, dreimal mit Hans Heyer. Aber die großen CASTROL-Lettern prangte nicht nur an den Ford-Spoilern, sondern auch die berühmten BMW-Junioren Surer, Winkehock und Cheever von 1977 und gerade ein Hans Stuck im BMW-Coupé trugen den Markennamen TV-trächtig um die Rennstrecken. Der Mann hinter den Renneinsätzen hatte ein feines Händchen für Erfolg.
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«Dieter ist körperlich und geistig so auf Draht, dass ich ihm glatt zutraue, dass er den Hunderter vollmacht», so umschreibt Sönke Hardt, der Sohn unseres heutigen Jubilars die Verfassung seines Vaters Dieter. Besagter Dieter Hardt feiert heute (27. April) seinen 95. Geburtstag, wozu wir ihm von ganzen Herzen gratulieren und alles Gute wünschen.
Die Rede ist von einem Mann, der kraft seiner Zweimeter-Statur, aber mehr noch seiner Ausstrahlung wegen in den 70er und 80er Jahren ein hervorragender Repräsentant des deutschen Motorsports war. Dieter Hardt war in jenen Jahren PR-Direktor des Unternehmens, das mit den großen Lettern CASTROL Rennautos aus der Spitzenklasse des europäischen Motorsports mitfinanzierte.
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Hardt war fest davon überzeugt, mit seinem Engagement in der Rennerei ein bestens geeignetes Mittel ausgemacht zu haben, seine Marke als besonders sportlich zu positionieren und damit ein wesentliches Kaufargument zu liefern.
Die vielen mit Castrol-Stickern «getunten» Straßenautos legten beredtes Zeugnis von der Richtigkeit dieser Herangehensweise ab. So betätigte sich seine Marke als Förderer im Spitzensport z. B. im Tourenwagen-Sport, in der Rallye-WM – bei Zakspeed (Dieter Glemser, Hans Heyer), dem erfolgreichen belgischen JUMA-BMW-Team (Jean Xhenxeval, Pierre Dieudonne), den BMW-Werks-Coupés und bei Toyota Europe in der Rallye WM.
Für Breiten-Impulse sorgte Castrol in der Formel Super VW, im Golf GTI-Rallyeprogramm und in den Markenpokalen. Insofern ging auch manches namhafte Talent dank einschlägiger Ölversorgung im Spitzensport auf, man denke an Namen wie Keke Rosberg, Manfred Schurti, Freddy Kottulinski oder Miko Kozarwitzki. Mit diesem Engagement gehörte Dieter Hardt zu den maßgeblichen Persönlichkeiten des deutschen Motorsports. Er war ein Gentleman und sein Wort hatte Gewicht, im Großen wie im Kleinen. Ich erinnere mich, wie wir einmal im Rahmen einer Meisterfeier in der allgemeinen Lustigkeit etwas über die Stränge schlugen, dass Dieter, wie wir ihn alle nennen durften, mahnte: «Jetzt ist mal gut – wir repräsentieren schließlich den deutschen Motorsport!»
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Während der Zeit, da Hardt die Aktivitäten seines Hauses im Rennsport verantwortete, hat er immer Wert darauf gelegt, dass er Castrol nicht als Sponsor sieht. Mir hat er 1979 einmal bei einem Interview in den Notizblock diktiert: «Wir decken die gesamte Motorsportpalette ab, die sich vom GoKart über den gesamten Motorrad- bis hin zum Automobil-Rennsport erstreckt. Ein Sponsor pickt sich ein erfolgversprechendes Team oder Auto heraus und knallt mit der Finanzspritze drauflos. … Der auf sich allein gestellte Privatfahrer bleibt auf der Strecke.» Auch nach dem Motosport ging Hardts Karriere weiter: Er stieg in die Vorstandsebene der Burmah Oil Holding auf und war dort u. a. für die strategische Ausrichtung verantwortlich. Gleichwohl ist er Fan geblieben. Nach seiner Pensionierung lebte er seine Leidenschaft für den Sport weiter, erzielte in der Leichtathletik altersspezifische Höchstleistungen u. a. im Kugelstoßen und ließ sich bis ins vergleichsweise hohe Alter von 88 auf dem Sportplatz sehen – und zwar keineswegs zum Plauschen. Heute lebt er mit seiner Frau Jutta (Schwester des bekannten BMW-Tuners Michael Krankenberg, MK-Motorsport) in einer gemütlichen Wohnung im Hamburger Vorort Fuhlsbüttel und erfreut sich des Daseins in der eingangs von seinem Sohn geschilderten Weise.
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