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Sieger Ken Roczen (Suzuki) beklagt sich über Jorge Prado und Mitch Harrison
Nach seinem 5. Saisonerfolg in Philadelphia erklärte Ken Roczen (Suzuki) seine Probleme mit den Überrundeten, die ihn am Ende fast den Sieg gekostet hätten, weil Jorge Prado (KTM) keinen Platz machte.
US-Supercross
Im Artikel erwähnt

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Ken Roczen (Suzuki) und Cooper Webb (Yamaha) fuhren beim Schlammrennen von Philadelphia, der 15. Runde der US-Supercross-Meisterschaften, in ihrer eigenen Liga. 'Kickstart-Kenny' feierte vor den Tribünen, auf denen sich auch wieder deutsche Fans einfanden, längst seinen Sieg, als Hunter Lawrence (Honda) mit einem Rückstand von fast 40 Sekunden auf Platz 3 über die Ziellinie rollte. Roczen und Webb überrundeten das gesamte Feld bis einschließlich Platz 5. Mitchell Harrison (Kawasaki) auf Rang 14 und Jorge Prado auf Platz 16 wurden im Finale von Philadelphia sogar zweimal überrundet und diese beiden Piloten ärgerten Roczen besonders.
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Ärger mit Jorge Prado und Mitchell Harrison Das Problem bestand darin, dass die Nachzügler im Schlamm viele Hügel nicht überspringen konnten und sich damit sehr unterschiedliche und damit gefährliche Rhythmusunterschiede ergaben. Den als Doppelsprung ausgelegten Zielhügel konnte z.B. weder in den Vorläufen noch im 250er-Finale kaum ein Fahrer springen. Im 450er-Finale rollte Hunter Lawrence in Führung liegend über die beiden Hügel. Der folgende Cooper Webb setzte als Erster an und übersprang ihn vor Kens Augen doppelt. Roczen zog auf der Außenlinie nach und nahm den Zielhügel jetzt ebenfalls voll, wodurch beide Piloten massiv Boden gegenüber Lawrence gutmachen konnten. Ken Roczen überholte sowohl Cooper Webb als auch Hunter Lawrence in einem Zuge, übernahm die Führung und war schon im zweiten Umlauf mit dem ersten Überrundeten (Justin Cooper) konfrontiert. Als Ken Roczen zum zweiten Mal an Prados Hinterrad war, hielt der Spanier dagegen und zeigte keinerlei Anstalten, die Ideallinie zu verlassen. Roczen verlor dabei seinen Rhythmus, sodass der zweitplatzierte Cooper Webb von hinten immer näher kommen konnte. «Ich habe es immer wieder gesagt. Ich gebe diesen Jungs unter diesen Bedingungen eigentlich nicht die Schuld, denn es ist wirklich schwer zu wissen, wohin sie ausweichen sollen. Wir alle wollen nur durchkommen, aber Harrison ist an wirklich jedem Wochenende ein Problem, genau wie auch Jorge [Prado]. Als wir ihn zum zweiten Mal überrundet haben, hat er vielleicht nicht bemerkt, dass ich hinter ihm war, aber ich musste in dieser Situation einfach alle Rhythmussektionen überrollen, durch die ich sonst gesprungen wäre. Wenn man aber erst einmal anfängt, über die Hügel zu rollen, taucht man tief in die Schlammpfützen ein und bevor man sich versieht, verliert man drei, vier oder fünf Sekunden.»
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Ein Sturz im Schlamm wäre für Ken Roczen ein viel größeres Problem als für jeden anderen Fahrer gewesen, weil seine Suzuki keinen Elektrostarter hat und sich der überhitzte Motor besonders schlecht antreten lässt.
Das Duell gegen Cooper Webb In der Pressekonferenz nach dem Rennen wurde Ken Roczen gefragt, ob ihm die 3 Punkte durch den Kopf gingen, die ihm Webb in den letzten beiden Runden streitig machen wollte: «Ja, denn diese drei Punkte sind einfach so wertvoll. Nachdem ich im Rennen schon 7 oder 8 Sekunden Vorsprung hatte, wäre es wirklich schade gewesen, den möglichen Sieg am Ende noch wegzuwerfen. Ich wollte aber trotzdem nicht zu viel Risiko gehen, denn es gab für mich viel zu verlieren. Ich musste also das Tempo mit kalkuliertem Risiko anziehen, aber ich habe mir schon Gedanken darüber gemacht, wie wichtig diese drei Punkte sind.» Mit Roczen auf Platz 1 und Lawrence auf Rang 3 machte Ken Roczen in Philadelphia 5 Punkte gut. Aus einem Punkt Rückstand machte er einen Vorsprung von 4 Punkten.
Ich wollte kein zu hohes Risiko eingehen, denn es gab für mich viel zu verlieren.Ken Roczen
Ken Roczen und das Red Plate Beim nächsten Rennen in Denver wird Ken Roczen mit dem Red Plate des Meisterschaftsführenden an den Start gehen. Ken wurde gefragt, ob sich für ihn was ändern würde: «Von meiner Seite wird sich gar nichts ändern. Wenn die Abstände so klein sind, kann einfach alles passieren. Aber ich denke, dass wir wirklich gute Arbeit geleistet haben. Deshalb werde ich auch in den kommenden beiden Rennen das Gleiche tun wie bisher und vor allem Hunter im Auge behalten, weil es nach wie vor für ihn gut läuft. Aber es gibt außer Hunter und mir noch viele andere schnelle Jungs da draußen. Es wäre nicht gut, wenn wir zwei oder drei Fahrer zwischen uns hätten. Im Moment ist die Situation fast wie vor dem Saisonstart in Anaheim 1. Dieser knappe Vorsprung bedeutet noch nichts. Wir müssen weiter angreifen und gewinnen.»
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