Formel 1 im Vergleich: Das sagt Doriane Pin nach historischem Test
F1-Academy-Meisterin Doriane Pin rückte als erste Frau in einem F1-Mercedes auf dem Silverstone Circuit zum Test aus. Hinterher verglich sie die Fahrt im GP-Auto mit ihren bisherigen Erfahrungen.
Für Doriane Pine ging am 17. April ein Traum in Erfüllung. Die Mercedes-Entwicklungsfahrerin, die sich im vergangenen Jahr den Gesamtsieg in der Nachwuchsfahrerinnen-Serie F1 Academy sichern konnte, rückte in einem GP-Renner auf der 2,639 km langen Variante des Silverstone Circuits aus und drehte 76 Runden. Die Französin schrieb damit gleich in mehrfacher Hinsicht Geschichte.
Denn mit 22 Jahren ist sie die jüngste Frau, die in einem modernen Formel-1-Renner ausrücken durfte. Sie ist auch die erste Frau, die einen GP-Renner von Mercedes testen durfte, und die erste Französin, die in einem modernen GP-Auto Gas gegeben hat. Allerdings musste sie sich – den strengen Test-Regeln entsprechend —mit einem älteren Modell begnügen: Sie gab im Mercedes W12 Gas, mit dem Lewis Hamilton und Valtteri Bottas 2021 die Konstrukteurs-WM-Titel eingefahren haben.
Nach dem historischen Test schwärmte Pin in der «Mercedes Nu Silver Arrows Radio Show»: «Das war ehrlich gesagt ein überwältigender Tag, einer der besten meines Lebens.» Und sie schilderte: «Ich habe das grosse Glück, diese Gelegenheit bekommen zu haben, und es war unglaublich. Ich habe eng mit dem Team an der Strecke zusammengearbeitet und konnte mich im Laufe des Tages verbessern. Es fühlt sich unfassbar gut an, dieses unglaubliche Auto in Silverstone zu bewegen.»
Viele Überraschungen
«Das ist eines der schönsten Gefühle, die ich beim Rennsport und beim Autofahren je erlebt habe. Deshalb habe ich jede Sekunde davon genossen», fuhr die 22-jährige Rennfahrerin fort, und betonte: «Die Formel 1 lässt sich mit nichts vergleichen. Ich habe in der LMP2 Gas gegeben, es war das erste Auto, mit dem wir speziell in Le Mans die 300-km/h-Marke auf der Geraden geknackt haben. Dennoch sind das Bremsen, der Abtrieb und der Speed eine ganz andere Welt als alles, was ich bisher erlebt habe.»
«Es gab also viele Überraschungen, obwohl wir uns sehr eingehend auf diesen Test vorbereitet haben. Und ich glaube, ich war auch in der richtigen Verfassung, um einen guten Tag zu erleben, denn ich habe schon zuvor eng mit den Ingenieuren und dem Team gearbeitet und war entsprechend bereit, den Test in Angriff zu nehmen. Deshalb habe ich mich im Auto auch sehr wohl gefühlt.»
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