Toprak Razgatlioglu Vorletzter, 44,5 sec zurück: «Lasse das Team prüfen»
MotoGP-Newcomer Toprak Razgatlioglu (Prima Pramac Yamaha) rätselt, weshalb er mit der V4-M1 gegen Rennende schneller fahren kann als zu Beginn. Auch in Jerez ging der Superbike-Gigant leer aus.
Im Großen Preis von Spanien kreuzte Fabio Quartararo als bester Yamaha-Fahrer als 14. den Zielstrich, fast 30 sec
Wenn ein Hersteller geschlossen schlecht abschneidet, dann ist offensichtlich, dass es nicht an den Fahrern liegt. «Für mich war es nach Thailand das schlechteste Wochenende», erzählte Toprak, der nach acht Rennen mit einem Punkt auf dem 20. WM-Rang liegt. Lediglich Pramac-Teamkollege Jack Miller und der dauerverletzte Maverick Vinales (KTM) haben noch keinen Punkt.
Toprak will den Unterschied wissen
«Wenigstens habe ich im Rennen etwas gelernt», sprach sich der dreifache Superbike-Champion selbst Mut zu. «Mit neuem Reifen fand ich zuerst keinen Rhythmus, weil ich Schwierigkeiten mit der Motorbremse hatte. Gegen Rennende, in den letzten fünf oder sechs Runden, fühlte sich das Bike besser an, dadurch gelangen mir auch viel bessere Rundenzeiten. Ich lasse mein Team prüfen, wo der Unterschied zwischen den ersten und letzten Runden liegt, abgesehen vom abbauenden Hinterreifen. Sobald ich das Potenzial des Vorderreifens mehr nutzen kann, wird es deutlich besser.»
Am Montag ist in Jerez ein Test angesetzt, Razgatlioglu wird sich auf die Funktionsweise der Elektronik konzentrieren. «Wir müssen das Problem mit der Motorbremse lösen und eine Basisabstimmung finden», verdeutlichte der Türke. «Ständig erkläre ich, dass ich Probleme mit der Motorbremse habe. Ich bin müde, das Motorrad funktioniert nicht, ich habe das Rennen nicht genossen. Es ist sehr schwierig, dieses Bike zu fahren, ich verstehe es nicht. Aber wenn wir das mit der Motorbremse hinbekommen, dann glaube ich, dass ich anfangen kann es zu genießen. Wenn ich wie Toprak fahren kann, dann gibt mir das Auftrieb. Aber dieser Punkt im Rennen kommt zu spät. Haben wir dieses Problem gelöst, das für mich riesig ist, können wir uns auf das Turning und den Grip am Hinterrad konzentrieren.»
Razgatlioglu spricht offen über mentale Schwierigkeiten
Der 29-Jährige redet längst offen darüber, dass es für ihn mental schwierig und zermürbend ist, mit dieser Situation klarzukommen. «Ich gebe trotzdem mein Bestes und schaue auf die anderen Yamaha-Fahrer», betonte Toprak. «Fabio ist in Jerez normal sehr stark, auch er gibt alles für dieses Projekt und ist ein ehemaliger Weltmeister. Für ihn ist es auch nicht einfach. Ich habe diese neue Seite in meiner Karriere aufgeschlagen und sage mir ständig, dass das erste Jahr ein Trainingsjahr ist. Manchmal ist das aber hart. Ich hätte auch ohne die Long-lap-Strafe am Sonntag nicht die Pace gehabt, um mit der Gruppe vor mir mitzufahren.»
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