Unser neues Rätsel Racing-Raritäten: Rot bedeutet nicht immer Ferrari
Das Rätsel Racing-Raritäten zeigt einen roten Rennwagen, aber ein Ferrari ist das nicht. Wer ist auf diesem Bild am Testen zu sehen? Wo und wann wurde dieses Foto aufgenommen? Machen auch Sie mit!
Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und rätseln Sie um die Ehre mit – zu gewinnen gibt es nichts. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die im Rahmen des Rätsels übermittelten Daten werden ausschliesslich zur Durchführung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Für das neue Rätsel gilt der Tipp: Rot bedeutet in der Formel 1 nicht immer automatisch Ferrari.
Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Das ist einer der grossen Allround-Rennfahrer der 60er Jahre. Abgebildet ist Lucien Bianchi, auf unserem Foto in Monaco 1968 zu sehen mit einem Cooper-BRM, er wurde Dritter hinter Graham Hill (Lotus) und Dick Atwood (BRM), es war das beste F1-Ergebnis von Lucian Bianchi.
In den 60er Jahren war es für viele Rennfahrer üblich, in ganz verschiedenen Rennkategorien zu fahren, sogar am gleichen Wochenende. Ein typischer solcher Allrounder war Luciano «Lucien» Bianchi.
Die Familie Bianchi lebte in Mailand, vor dem Zweiten Weltkrieg war sein Vater Mechaniker in der Rennmannschaft von Alfa Romeo. Nach dem Krieg war kaum Arbeit zu finden, daher zogen die Bianchis um nach Belgien.
Lucien Bianchi begann seine Karriere im Rallye-Sport und fuhr letztlich fast alles, was vier Räder hat: Rallye, Marathon-Rallye, Tourenwagen, Sportwagen, Formel 3, Formel 2, Formel 1, sogar IndyCar, auf Vermittlung seines Kumpels Mario Andretti.
1968 war die erfolgreichste Saison von Lucien: Sieg beim 24 Stunden-Rennen von Le Mans, zusammen mit Pedro Rodríguez in einem Ford GT40, dazu Platz 3 in Monaco.
Le Mans wurde zum Schicksalsort von Lucien und auch seines Bruders Mauro. Mauro hatte im 1968er Rennen einen fürchterlichen Feuerunfall im Alpine-Sportwagen und wurde schlimm verbrannt (kämpfte sich aber auf die Rennpisten zurück), Lucien gewann das gleiche Rennen.
Ein Jahr später, beim Le Mans-Vortest 1969, kam der Alfa Romeo T33 von Lucien aus nie komplett geklärten Gründen von der Bahn ab und wurde in tausend Stücke gerissen, Bianchi war auf der Stelle tot. Mauro beendete daraufhin seine Karriere.
Mauros Enkel war Jules Bianchi, der es als Zögling von Ferrari bis in die Königsklasse schaffte, in Suzuka 2014 einen üblen Unfall hatte, ins Koma fiel und daraus nie wieder erwachte. Am 17. Juli 2015 hörte das Herz von Jules Bianchi auf zu schlagen.
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