Ex-Pilot Martin Brundle zum Spa-Rennen: «Ich habe eine Träne im Auge»
Ex-F1-Pilot Martin Brundle äußert nach dem Rennen in Spa Kritik am Motorenreglement: «Ich habe eine Träne im Auge, weil wir all diese großartigen Kurven in Silverstone und Spa verloren haben.»
Nach zwei Rennwochenenden, die zwar für Fans vor dem Fernseher jede Menge enge Duelle lieferten, ist bei einigen im Formel-1-Fahrerlager die Ernüchterung dennoch groß. Grund ist der hohe Elektroanteil der Antriebseinheiten, der in Spa zu Problemen führte.
Brundle: Großartige Kurven verloren
Auch einige TV-Experten äußerten nach dem Belgien-Rennen Kritik am Motorenkonzept – zumindest auf Rennstrecken wie Silverstone und Spa. Der frühere Formel-1-Pilot Martin Brundle (158 GPs) sagte beim englischen Sky: «Ich glaube, sie haben alle Schwierigkeiten, das komplett zu verstehen. Ich habe eine Träne im Auge, weil wir all diese großartigen Kurven in Silverstone und Spa verloren haben mit ein und derselben Situation. Diese neuen Regeln tun uns auf den Highspeed-Strecken weh.»
Die Herausforderungen des neuen Motorenreglements sind seit Beginn der Saison 2026 bekannt, werden immer wieder kontrovers diskutiert. Auf den beiden Strecken in England und Belgien – zwei alte Traditionskurse, die auch für die Geschichte der Formel 1 stehen – sind die meisten Streckenpassagen schnell, viele Kurven ebenfalls. Entsprechend schwierig ist das Aufladen des Elektroanteils des Motors auf diesen Strecken. In den legendären Kurven in Spa und Silverstone ist entsprechend weniger Vollgas, mehr Aufladen. Auf Stadtkursen mit vielen langsameren Kurven wie in Monaco oder Miami waren die negativen Aspekte des 2026er-Reglements beispielsweise viel weniger hervorgetreten.
Weil das Reglement immer wieder auf Kritik stieß, haben die Formel 1 und die Regelhüter von der FIA bereits im Frühjahr ein paar Anpassungen vorgenommen. Auch für die nächsten Saisons sind Veränderungen bis hin zu einem Split auf 60 Prozent Verbrenneranteil und 40 Prozent Elektro geplant.
Regeln sind komplex
Brundle mahnt: «Wir machen für 2027 und 2028 und wir müssen dieses Konzept so schnell wie möglich 2030 oder 2031 loswerden.» Also wenn der nächste Reglementzyklus kommt. Brundle: «Aber abgesehen davon ist das, was wir haben. Wenn ich sie mir am Freitag an der Strecke anschaue – wow, sind sie schnell. Wenn sie Seite an Seite sind, dann ist es eine Freude, das anzusehen. Aber sie müssen die Komplexität meistern – und davon gibt es viel.»
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