US-Supercross Lites Ost • Neu
Cole Davies (Yamaha) siegt in Philadelphia und ist vorzeitig East-Champion
Der deutsche Suzuki-Pilot Ken Roczen gewann den 15.Lauf der US Supercross-Meisterschaften im Schlamm von Philadelphia vor Cooper Webb (Yamaha) und Hunter Lawrence (Honda) und ist Tabellenführer.
15. Lauf der US Supercross-Meisterschaften im offenen Lincoln Financial Field von Philadelphia: Während die Qualifyings noch unter weitgehend trockenen Bedingungen ausgetragen werden konnten, begann es noch vor der Eröffnung zu regnen, so dass sämtliche Rennen unter erschwerten und teilweise extrem schlammigen Bedingungen ausgetragen werden mussten.
Yamaha-Werksfahrer Justin Cooper qualifizierte sich auf Platz 1 vor Tabellenführer Hunter Lawrence (Honda), Chase Sexton (Kawasaki) und Ken Roczen. Ken Roczen war auf Platz 4 am Ende 0,75 Sekunden langsamer als Polesetter Cooper und ca. 0,5 Sekunden langsamer als Lawrence.
Justin Cooper (USA), Yamaha, 47.260
Hunter Lawrence (AUS), Honda, +0.277
Chase Sexton (USA), Kawasaki, +0.750
Ken Roczen (D), Suzuki, +0.753
Jorge Prado (E), KTM, +0.770
Cooper Webb (USA), Yamaha, +1.162
Hunter Lawrence zog den Holeshot zum ersten Finale, doch Ken Roczen kam mit dem tiefen Schlamm besser zurecht. Der Thüringer setzte sich gleich zu Beginn gegen Lawrence durch und gewann den Vorlauf souverän mit einem Vorsprung von 6,5 Sekunden vor Cooper Webb (Yamaha) und Hunter Lawrence.
Im zweiten Vorlauf setzte sich Joey Savatgy (Honda) in der letzten Runde gegen Ducati-Werksfahrer Justin Barcia durch, der nach seiner langen Verletzungspause ins Renngeschehen zurückkehrte und auf Anhieb eine gute Pace zeigte. Dylan Ferrandis (Ducati) konnte sich erst über Platz 4 im Hoffnungslauf für den letzten Finalplatz qualifizieren.
Zwar ließ der Regen vor dem Start der 450er Klasse etwas nach, aber die Strecke war nach dem 250er Finale mit zahlreichen Spurrinnen extrem ausgefahren. Besonders kritisch war der Bereich der Whoops, wo es kaum noch fahrbare Linien gab.
Den Holeshot zum Finale zog zunächst Hunter Lawrence knapp vor Cooper Webb und Ken Roczen. Ken setzte sich schon in der ersten Rhythmuspassage gegen Webb durch und attackierte sofort den Tabellenführer. In der zweiten Runde setzte sich Roczen mit einem entschlossenen Manöver an die Spitze. Lawrence versuchte mehrfach zu kontern und schien sich sogar gegen den Deutschen durchsetzen zu können, doch Ken schlug ihm eiskalt die Tür vor der Nase zu. Hunter ließ dennoch nicht locker und attackierte weiter. In den ersten 6 Finalrunden setzten sich Roczen und Lawrence an der Spitze schon deutlich vom Rest des Feldes ab. Hunter stürzte in Runde 7 und brauchte danach viel Zeit, um sein verschlammtes Bike aufzuheben wieder ins Rennen zurückzukehren. Sein Vorsprung war groß genug, so dass er nur einen Platz einbüßte und auf Rang 3 zurückfiel. Roczen fuhr danach an der Spitze sein eigenes Rennen, wurde aber von einigen überrundeten Fahrern aufgehalten. Viele Fahrer, wie auch Red Bull KTM-Werksfahrer Jorge Prado, wurden in diesem Rennen sogar zweimal überrundet. Diese Situation konnte Cooper Webb nutzen, um die Lücke zu schließen und in den letzten 3 Runden noch einmal massiv zu attackieren. Roczen konnte aber das Tempo in dem auf 17 Minuten verkürzten Rennen noch einmal anziehen und die Angriffe Webbs erfolgreich abwehren.
Ken Roczen gewann das Finale von Philadelphia nach 18 Runden fehlerfreier Fahrt mit einem Vorsprung von 2,4 Sekunden vor Cooper Webb. Erst 40 Sekunden später kam Hunter Lawrence auf Platz 3 ins Ziel. Mit seinem 5. Sieg in der laufenden Saison übernahm Ken Roczen damit das Red Plate des Tabellenführers. Sein Vorsprung beträgt bei noch 2 ausstehenden Rennen 4 Punkte. Es bleibt also vor dem nächsten Rennen in Denver weiterhin spannend. Das Saisonfinale findet eine Woche später am 9. Mai in Salt Lake City statt.
Ken Roczen (D), Suzuki
Cooper Webb (USA), Yamaha
Hunter Lawrence (AUS), Honda
Joey Savatgy (USA), Honda
Justin Hill (USA), KTM
Shane McElrath (USA), Honda
Chase Sexton (USA), Kawasaki
Dean Wilson (GB), Honda
Dylan Ferrandis (F), Ducati
Garrett Marchbanks (USA), Kawasaki
Malcolm Stewart (USA), Husqvarna
Justin Barcia (USA), Ducati
Justin Cooper (USA), Yamaha
Mitchell Harrison (USA), Kawasaki
Christian Craig (USA), Honda
Jorge Prado (E), KTM
Ken Roczen (D), Suzuki, 310
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 306, (-4)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 286, (-24)
Eli Tomac (USA), KTM, 255, (-55)
Justin Cooper (USA), Yamaha, 242, (-68)
Chase Sexton (USA), Kawasaki, 195, (-115)
Joey Savatgy (USA), Honda, 194, (-116)
Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 171, (-139)
Justin Hill (USA), KTM, 165, (-145)
Dylan Ferrandis (F), Ducati, 156, (-154)
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.