Jerez-Sieger Maximo Quiles zu MotoGP-Zukunft: «Da musst du Marc fragen!»
Maximo Quiles holte sich im Moto3-Rennen in Jerez seinen zweiten Saisonsieg – der schönste bislang. In der WM-Tabelle liegt er nun 37 Punkte voran. Was der junge Spanier zu seiner Zukunft sagt.
Für Maximo Quiles wurde der Spanien-GP zum Triumphzug. Zunächst sicherte er sich auf dem Circuito de Jerez am Samstag die Pole-Position. Im Moto3-Rennen am Sonntag erwischte jedoch David Munoz den besseren Start – der Intact-Pilot bog vor Quiles als Führender in die erste Kurve ein. Nach einigen Kurven ging auch noch Joel Esteban am Aspar-Piloten vorbei. Kurz danach schnappte sich Quiles die Führung wieder zurück.
Danach konnten sich Quiles, Munoz und Leopard-Honda-Pilot Adrian Fernandez vom Rest des Feldes absetzen. Am Ende der siebten Runde ging Fernandez in Führung. Die drei lieferten sich bis zum Ende des Rennens einen engen Dreikampf um den Sieg. In Runde 15 holte sich Quiles die Führung zurück. Danach checkte er aus und gewann mit knapp zwei Sekunden Vorsprung auf Fernandez und Munoz.
Quiles war nach dem Sieg bei seinem Heim-GP überglücklich. «Das war mein bester Sieg. Es ist unglaublich, vor all den Fans zu gewinnen; ich habe Gänsehaut», kriegte sich der 18-Jährige kaum mehr ein. «Mein Kiefer tut weh vom Schreien und Feiern in den Kurven Nieto-Peluqui. Das Wochenende war sehr gut und das Rennen verlief sehr fair. In den letzten Runden fühlte ich mich gut und konnte zum Sieg pushen.»
War es seine Strategie, in den letzten Runden davonzufahren? «Ich hatte mir eigentlich keine spezielle Strategie zurechtgelegt. Ich wollte einfach von Beginn an pushen. Es war aber nicht einfach, denn das Gefühl war nicht das Beste. Ich musste es ruhig angehen. Ich hatte auch einige kritische Momente, und ich wollte nicht stürzen», erzählte er. Nachdem Fernandez und Munoz an ihm vorbeigingen, wartete Quiles zunächst ab. «Ich sah, dass die Verfolgergruppe drei Sekunden hinter uns lag. Ich dachte mir dann, dass ich im Windschatten bleibe und sehe, ob ich am Ende ein besseres Gefühl habe. Vier Runden vor dem Ende begann ich dann zu pushen und ich konnte eine Lücke herausfahren. Ich bin sehr glücklich.»
Falls ein MotoGP-Team anklopft...
Maximo Quiles hat 2026 in vier Rennen zwei Siege und zwei zweite Plätze erzielt. Er hat nun 90 von 100 möglichen Punkten auf seinem Konto – er hat 37 Zähler Vorsprung auf Alvaro Carpe. Der junge Spanier wird von der Vertical Group gemanagt, die von den Marquez-Brüdern gegründet wurde. Gibt es bereits konkrete Pläne für 2027? «Es ist noch zu früh», winkte Quiles ab. «Wir müssen uns auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Mein Team von Vertical wird die besten Entscheidungen für mich treffen. Ich möchte mich auf das Rennen fahren konzentrieren – das ist auch in deren Sinn.» Und wenn nun ein MotoGP-Team anklopfen würde, fragte ein irischer Journalist. «Da musst du Marc fragen. Mal sehen, was er darüber denkt», schmunzelte Quiles. «Ich fokussiere mich auf das Racing.»
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