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WM-Urgestein Domi Aegerter (Kawasaki): «400 Rennen eine Errungenschaft»
Achte Plätze entsprechen nicht dem Anspruch von BMW-Werksfahrer Miguel Oliveira. Doch sechs Wochen nach seinem schlimmen Crash in Ungarn war Lauf 1 der Superbike-WM in Misano wie eine Wiedergeburt.
Für Miguel Oliveira stand schon vor dem Wochenende fest: Die Ergebnisse stehen auf dem Misano Circuit nicht im Vordergrund, vielmehr geht es nach seiner sechswöchigen Verletzungspause darum Vertrauen zum Motorrad aufzubauen, nicht zu stürzen und den Körper an die Strapazen auf einer 250-PS-Maschine zu erinnern.
Nach dem Trainings-Freitag war der BMW-Werksfahrer sichtlich geschlaucht, am Samstagvormittag qualifizierte er sich immerhin für Startplatz 11 und war damit knapp 0,2 sec schneller als ROKiT-Teamkollege Michael van der Mark,
Es war wie in Rocky Balboas Wintertrainingscamp – ohne den Winter.miguel oliveira
Im ersten Rennen am Samstagnachmittag wurde Oliveira erstaunlicher Achter, obschon der Rückstand zu Sieger Nicolo Bulega (Aruba.it Ducati) mit 27,8 sec riesig ausfällt. Die Härte des Rennens benannte er auf einer Skala von 1 bis 10 mit 11, der Portugiese sieht aber auch die positiven Aspekte: «Das war wie ein gutes Training im Fitnessstudio bei 30 Grad Celsius und übertretener Schmerzschwelle. Es war wie in Rocky Balboas Wintertrainingscamp – ohne den Winter. Es war hart. Ab Runde 1 hatte mein Motorrad seltsame Vibrationen, wegen ihnen hätte ich beinahe aufgegeben. Jeder kann sich ausmalen, wie schlimm sie waren. Aber auch das habe ich überwunden, in dem ich meine Pace etwas zurückschraubte und versuchte, meine Position zu halten. Das gelang. Normal wäre ich mit einem achten Platz und so großem Rückstand nicht glücklich – heute schon.»
Vor seinem
So weit will Oliveira nicht denken: «Es wäre großartig, WM-Dritter zu werden – warum nicht? Ich gehe es Rennen für Rennen an, die Meisterschaft ist für mich im Moment zweitrangig. Ich bin nicht im Fluss, agiere wie ein Roboter und habe meine Schulter noch nicht unter voller Kontrolle. Das ist nicht ideal. Vor allem, weil mir dieses Motorrad alles abverlangt. Wenn ich es defensiv angehe, dann ist es vorbei. Ich kann aber noch nicht so aggressiv fahren wie vor sechs Wochen. Wir brauchen besseres Turning, müssen uns in der Bremsphase steigern und die Stabilität erhöhen. Das sind die Schlüsselbereiche.»
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