24 Hours of Le Mans: Drei Marken fighten am Abend um Spitze
In Le Mans geht es auf der Strecke so richtig zur Sache. BMW, Cadillac und (durch eine andere Strategie) auch Toyota machen die Führungsarbeit. Aston Martin und Peugeot hinten. So steht es in Le Mans.
Bei den 24 Hours of Le Mans geht es weiterhin extrem spannend zu. Am Samstagabend kristallisieren sich immer mehr drei Favoriten heraus. Dabei handelt es sich um BMW, Cadillac und überraschend in Teilen auch Toyota. In Bezug auf die Pace wirken sicherlich BMW und Cadillac extrem stark. Der M Hybrid V8 von Robin Frijns, René Rast und Sheldon van der Linde hat insbesondere zu Rennbeginn die meiste Führungsarbeit gemacht.
Durch einen Not-Tankstopp während einer Gelbphase nach rund dreieinhalb Rennstunden ging aber etwas Zeit verloren. So konnte der Cadillac V-Series.R von Earl Bamber, Sébastien Bourdais und Jack Aitken aufschließen. Beide Fahrzeuge kämpfen auch auf der Strecke immer mal wieder miteinander. In Lauerstellung dahinter fährt mit etwas Respektabstand der zweite Jota-Cadillac von Norman Nato, Will Stevens und Louis Delétraz.
Unbeeindruckt von all dem befindet sich auch Toyota regelmäßig ganz vorne. Der TR010 Hybrid von Brendon Hartley, Ryo Hirakawa und Sébastien Buemi hat durch einen frühen Tankstopp clever «Track-Position» gewonnen. Durch die andere Taktik und je nach Stopp-Rhythmus liegt der Toyota also ebenfalls in der Spitzengruppe. Dennoch muss Toyota somit stets auch immer früher nachtanken als die Konkurrenz – was ihnen im weiteren Verlauf des Rennens noch auf die Füße fallen könnte.
Immer besser mit Le Mans 2026 zurecht kommt auch Ferrari. Jedoch hatte der 499P von James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi etwas Zeit eingebüßt, nachdem Pier Guidi eine Durchfahrtsstrafe (wegen Kollision mit einem LMP2) auferlegt bekommen hat. Insgesamt zeichnet sich mittlerweile auch ab, dass Aston Martin und Peugeot wohl eher nicht die Pace haben, um den Gesamtsieg zu fahren. Beide Marken halten sich eher im Hinterfeld der Hypercar-Klasse auf.
Das ist der Stand nach knapp fünf Rennstunden
Toyota #8 - Hartley/Hirakawa/Buemi
Cadillac #38 - Bamber/Bourdais/Aitken
BMW #20 - Frijns/Rast/van der Linde
Cadillac #12 - Nato/Stevens/Delétraz
Alpine #36 - Gounon/Makowiecki/Martin
Ferrari #50 - Fuoco/Molina/Nielsen
BMW #15 – Magnussen/Marciello/Vanthoor
Ferrari #51 - Calado/Giovinazzi/Pier Guidi
Cadillac #101 – Albuquerque/Taylor/Taylor
Alpine #35 - Habsburg/Milesi/da Costa
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