Ken Roczen (Suzuki) wird in dramatischem Finale US-Supercross-Champion!
In einem an Dramatik kaum zu übertreffenden Finale von Salt Lake City gewann Ken Roczen (Suzuki) als erster Deutscher in der Sportgeschichte die US-Supercross-Meisterschaften in Salt Lake City.
Finale der US-Supercross-Meisterschaften im Rice Eccles Stadium von Salt Lake City: Der Tag begann schwierig für den mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt als Meisterschaftsführender angereisten Ken Roczen: Der Thüringer beendete das Qualifying nur auf Platz 9. Zeitschnellster war Red Bull KTM-Werksfahrer Eli Tomac. Titelaspirant Hunter Lawrence (Honda) war auf Platz 3 im Qualifying über eine halbe Sekunde schneller als Roczen.
450 Qualifying Salt Lake City:
Eli Tomac (USA), KTM, 49.065
Justin Hill (USA), KTM, +0.123
Hunter Lawrence (AUS), Honda, +0.126
Chase Sexton (USA), Kawasaki, +0.187
Cooper Webb (USA), Yamaha, +0.202
Justin Cooper (USA), Yamaha, +0.209
Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, +0.446
Jorge Prado (E), KTM, +0.640
Ken Roczen (D), Suzuki, +0.799
Dylan Ferrandis (F), Ducati, +0.882
Crash von Ken Roczen im Vorlauf
Chase Sexton (Kawasaki) gewann den ersten Vorlauf vor Jorge Prado (KTM) und Justin Cooper (Yamaha). Der zweite Vorlauf gab bereits einen Vorgeschmack auf das entscheidende Meisterschafts-Duell zwischen Lawrence und Roczen: Der Australier gewann das Rennen mit einem klaren Start-Ziel-Sieg. Ken Roczen rangierte 6 Runden lang dahinter auf Platz 2, doch der Deutsche stürzte auf dem trockenen und rutschigen Untergrund und fiel auf Platz 4 zurück. Damit hatte Ken keinen guten Startplatz im Finale, während sich Lawrence das beste Gatepick aussuchen konnte. Eli Tomac (KTM) stürzte in diesem Rennen und musste angeschlagen aufgeben.
Finale: Vorentscheidung in der ersten Runde
Hunter Lawrence kam als Erster aus dem Gate. Am Ende der Startgeraden lag Ken Roczen wieder vorne. Der Deutsche ließ das Gas vor der ersten Kurve länger stehen, dadurch wurde er aber auch weit aus der ersten Linkskurve getragen. Damit lag Lawrence wieder an der Spitze. In der Kehre nach der ersten Rhythmussektion stach Roczen nach innen hinein und ging entschlossen an Lawrence vorbei in Führung.
Crash von Hunter Lawrence
10 Runden lang blieb Hunter dicht an Roczens Hinterrad, doch er stürzte in einer Rechtskehre, wollte seine Honda so schnell wie möglich wieder aufheben und kippte erneut zu Boden. Damit fiel Hunter bis auf Platz 7 zurück. Ken hatte jetzt an der Spitze keinen Druck mehr, denn Jorge Prado lag auf Platz 2 weitere 4 Sekunden zurück. Nun ging es für ihn nur noch darum, fehlerfrei durchzukommen. Sexton setzte sich in der 20. Runde gegen Prado auf Platz 2 durch und konnte die Lücke zum führenden Roczen schließen. Ken hatte zu diesem Zeitpunkt nur noch das große Bild vor Augen. Seine Körpersprache zeigte, dass er nur noch durchkommen wollte, ohne sich in unnötige Zweikämpfe zu verstricken. Also ließ er Prado und Cooper in der letzten Runde kampflos passieren, denn er musste lediglich vor Lawrence ins Ziel kommen, um Champion zu werden. Mit Platz 5 für Ken Roczen und Rang 7 für Hunter Lawrence war die Meisterschaft zugunsten von 'Kickstart-Kenny' entschieden. Mit einem Vorsprung von 3 Punkten holte er als erster Deutscher und dritter Europäer in der Geschichte des US Supercross den Titel. Der Niederländer Pierre Karsmakers und der Franzose Jean Michel Bayle gewannen den Titel in den Jahren 1974 und 1991. Ken Roczen wurde damit der erste europäische Sieger seit 35 Jahren!
Prado beendet die Saison mit einem Podium
Chase Sexton gewann das Finale von Salt Lake City mit einem Vorsprung von 2 Sekunden vor Cooper und Prado.
Ergebnis Salt Lake City 450:
Chase Sexton (USA), Kawasaki
Justin Cooper (USA), Yamaha
Jorge Prado (E), KTM
Cooper Webb (USA), Yamaha
Ken Roczen (D), Suzuki
Justin Hill (USA), KTM
Hunter Lawrence (AUS), Honda – Holeshot
Malcolm Stewart (USA), Husqvarna
Christian Craig (USA), Honda
Dean Wilson (GB), Honda
Meisterschaftsendstand:
Ken Roczen (D), Suzuki, 349
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 346, (-3)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 315, (-34)
Eli Tomac (USA), KTM, 275, (-74)
Justin Cooper (USA), Yamaha, 273, (-76)
Chase Sexton (USA), Kawasaki, 237, (-112)
Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 204, (-145)
Joey Savatgy (USA), Honda, 194, (-155)
Jorge Prado (E), KTM, 189, (-160)
Justin Hill (USA), KTM, 188, (-161)
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