Ken Roczen (Suzuki) über Truck-Racing: «Wie Supercross auf vier Rädern!»
Nach seinem spannenden Ausflug in die Truck-Offroad-Rennserie in den USA am vergangenen Wochenende, sprach Supercross-Ass Ken Roczen über das Abenteuer und seine Pläne für die Zukunft.
Ken Roczen wagte am vergangenen Wochenende mit Kind und Kegel einen Abstecher zur inoffiziellen Offroad-Truck-WM im Bundesstaat Wisconsin. In einem Chevy-Truck holte der 32-Jährige dort einmal Platz 9 trotz eines Drehers. Einmal fing sein Wagen, kurz Feuer – dieses konnte aber rasch gelöscht werden. Nach den gesammelten Eindrücken sprudelte es aus dem gebürtigen Mattstedter nur so heraus: «Es ist irgendwie wie Supercross auf vier Rädern. Die Power der Autos in den Kurven ist krank! Es sieht ziemlich anders aus, wenn man dann mal in so einem Auto sitzt.»
Der Vergleich zum Motocross-Bike: «Der größte Unterschied ist die Sicht. Man hat ein viel engeres Sichtfeld – man kann sich kaum bewegen, man hat eine enge Kabine, wo man rausschaut. Man ist da sehr stark eingeschränkt. Das war es, womit ich mich am meisten anfreunden musste. Man hat beim Motocross eine Brille und man ist nicht festgezurrt, man sieht viel mehr. Da braucht man dann schon Erfahrung.»
Roczen gestand: «Es ist ein krankes Gefühl, allein die G-Kräfte. Es ist für uns Racer einfach unglaublich. Die meisten von uns fahren ja mit Autos auf der Straße innerhalb der bekannten Regeln. Es ist für uns Racer ein Hammer, hier Gas zu geben. Man kann viel von den Motorrädern mitnehmen, zum Beispiel die Linienwahl und solche Dinge. Man muss auch rausfinden, was der Boden hergibt.
Ken Roczen: Zukunft im Truck-Racing?
«Es passt sehr gut. Auch das Fahrerlager ist eigentlich gleich, nur stehen hier halt vierrädrige Fahrzeuge in den Zelten. Es ist genauso eine Offroad-Community. Es ist anderer Rennsport und es fühlt sich so unglaublich gut an, in dieser Gemeinschaft so toll willkommen geheißen zu werden. Es ist einfach ein ultimatives Gefühl. Ich fühle mich wirklich gut. Glen Helen war im Vorjahr ja schon cool. Das hier ist so ziemlich das größte Rennen im Kalender. Es gibt kein besseres Gefühl.»
Zu einer möglichen Zukunft im Renn-Truck und zum Lernprozess meinte Roczen: «Natürlich: Zu wissen, wie man schnell ist, gilt es zu lernen. Man hat beim Renn-Event nicht viel Zeit. Es geht um die Zeit im Auto, nur das hilft. Jetzt schaue ich mir das mal an. Für die Zukunft weiß ich es noch nicht. Ich will mich noch mehr damit anfreunden. Mein größerer Sohn wird jetzt sechs, wir wollen ihn auf vier Räder bekommen. Das wird unser nächstes großes Ziel werden, wir wollen Griffin in einen Truck bekommen. Er fährt jetzt schon am Simulator, um sich daran zu gewöhnen.»
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