75. Rallye Finnland: Highspeed-Tradition mit weiten Sprüngen
Finnland ist eine der traditionsreichsten Veranstaltungen der Rallye-Weltmeisterschaft und wegen der hohen Geschwindigkeiten und weiten Sprünge eine der anspruchvollsten.
Bei der Rallye Finnland werden Legenden geboren. Gerade Finnen haben hier traditionell ihre Stärken ausgespielt - auch wenn die internationale Konkurrenz in den letzten Jahren stärker geworden ist.
Nur wenige Rallyes erfordern mehr Mut. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten liegen auf dem Schotteruntergrund regelmäßig bei über 120 km/h. Die Autos fahren durch langgezogene Vollgaskurven und fliegen weit über Kuppen.
Präzision, Rhythmus und absolutes Vertrauen zwischen Fahrer und Beifahrer sind unerlässlich. Eine falsche Entscheidung und die Rallye kann schnell vorbei sein.
Die Herausforderung der Rallye Finnland ist einfach zu erklären und schwer zu meistern: Fahre so schnell, wie du dich traust. Die Wertungsprüfungen sind schnell abgesteckt. Bei den hohen Geschwindigkeiten kann schon ein kleiner Fehler katastrophale Folgen haben.
Die Fahrnotizen müssen sehr genau sein, insbesondere angesichts unzähliger blinder Kuppen und der tückischen Biegungen. Sprünge folgen dicht aufeinander - manche kurz und scharf, andere extrem lang. Diese gilt es gut zu nehmen, denn hier werden die Toppzeiten herausgefahren. Obwohl das Fahrbahnterrain scheinbar relativ einfach ist kann ein zu starkes Ausreizen der Geschwindigkeitsgrenzen dazu führen, dass man in den Wald abfliegt.
Für den Erfolg ist es beim «Grand Prix von Finnland» entscheidend, über alle vier Tage hinweg Schwung und Selbstvertrauen konsequent aufrechtzuerhalten. Finnland gewährt keine zweiten Chancen.
Die Rallye Finnland, die erstmals 1951 ausgetragen wurde, ist eine der traditionsreichsten und legendärsten Rallyes der Geschichte.
Ursprünglich war die Traditionsveranstaltung als«1000-Seen-Rallye» bekannt. Mit der Einführung der Einführung der Rallye-Weltmeisterschaft im Jahr 1973 erlangte sie zugleich das WM-Prädikat.
Die Rallye hat ihren Sitz in Jyväskylä, wobei bei den bei den Fans beliebten Etappen wie Ouninpohja, Päijälä und Ruuhimäki regelmäßig riesige Menschenmengen anziehen.
Die Strecke der Rally Finnland zum 75-jährigen Jubiläum verbindet legendäre Wertungsprüfungen Hochgeschwindigkeitsstrecken mit zwei neuen Herausforderungen. Gegenüber 2025 verändert sich die Wertungskilometer um rund die Hälfte.
Die Gesamtdistanz der Rallye beträgt an den vier Veranstaltungstagen (30. Juli bis 2. August 2026) 1.277,97 Kilometer, aufgeteilt in 20 Wertungsprüfungen mit einer reinen Länge von 316,04 Kilometer.
Von 2004 bis 2025 gewannen bisher nur drei Nicht-Finnen mit Sebastien Loeb, Kris Meeke und Sebastien Ogier die Rallye, doch dieser Trend ist im Wandel begriffen. Im Vorjahr triumphierte Toyota-Pilot Kalle Rovanperä.
Das Starterfeld der Rallye Finnland 2026 umfasst in der Top-Kategorie Rally1 insgesamt elf Fahrzeuge, Toyota hat den WM-Führenden Elfyn Evans, Weltmeister Sebastien Ogier, Takamoto Katsuta, Sami Pajari und Oliver Solberg genannt. Hyundai nimmt mit dem Trio Thierry Neuville, Adrien Fourmaux und Esapekka Lappi teil. Gleichfalls mit drei Autos ist M-Sport Ford mit Josh McErlean, Jon Armstrong und Martins Sesks dabei.
In WRC2-Kategorie sind 29 für die WM wertungsberechtigte Teams am Star, darunter Roope Korhonen, Teemu Suninen, Emil Lindholm und Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala. im GR Yaris Rally2.
In der WRC3 sind zwölf Nennungen abgegeben worden. In der Junior-WRC nhemen sechs Fahrzeuge teil.
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