Vaclav Kovar (KTM) wird EMX2T-Champion mit sensationellem Husarenritt
In einem spektakulären Finale wurden in Loket die EMX2T-Europameisterschaften ausgetragen. Lokalmatador Vaclav Kovar (KTM) fuhr am Sonntag das Rennen seines Lebens und wurde mit dem Titel belohnt.
Die EMX2T ist eine jener Europameisterschaften, die in nur einem Rennwochenende ausgetragen werden. Es handelt sich um die Zweitakt-EM, die nicht nur die eingefleischten Zweitakt-Fans feiern dürften. Besonders der entscheidende zweite Lauf am Sonntag-Morgen war vielleicht das beste Rennen des gesamten Wochenendes.
Samstag: Kovar mit Start-Ziel-Sieg
Am Samstag-Nachmittage war die Strecke ausgetrocknet und rutschig. Der tschechische Lokalmatador Vaclav Kovar (KTM) zog den Holeshot und gewann mit einem Start-Ziel-Sieg vor dem Letten Jekabs Kubulins (Yamaha) und Brando Rispoli (Beta). Wie Kovar später zugab, haderte er mit Armkrämpfen. Aber das hinderte ihn nicht daran, einen blitzsauberen Start-Ziel-Sieg hinzulegen. Das Showdown-Finale folgte am Sonntag.
Showdown-Finale am Sonntag
Leider waren am Sonntag um 8:30 noch nicht viele Zuschauer an der Strecke. Die frühen Fans an der Strecke dürften das Aufstehen nach einer kurzen Nacht aber keinesfalls bereut haben, denn die EMX2T-Protagonisten brannten ein wahres Feuerwerk ab. Die Streckenverhältnisse waren am Sonntag komplett anders als im ersten Lauf am Samstag: Die Strecke wurde die ganze Nacht über gewässert, der Boden war durchnässt und die Sonne stand am Morgen noch sehr tief, was sie Sicht der Fahrer behinderte. Kovar erwischte diesmal keinen guten Start und musste etwa 10 Fahrer überholen, um wieder nach vorne zu kommen. Der tschechische Lokalmatador legte einen wahren Husarenritt hin. Es war immer wieder erstaunlich, wie er Lücken von 5 oder 6 Sekunden zu seinen Vordermännern in kurzer Zeit zufahren konnte. Dabei ging er volles Risiko. Die Situation spitzte sich in den letzten beiden Runden zu, als der Tscheche den führenden Kubulins erreichte. In der letzten Runde kam es dann zum Showdown und zu mehreren Führungswechseln. Lenker an Lenker heizten die beiden Protagonisten ihre Zweitakt-Hobel mit Vollgas um die Strecke. Bei diesem Duell ging es um nichts weniger als die Meisterschaft. In der letzten Kurve vor der Auffahrt zur Startebene strauchelte Kubulins und Kovar gewann schließlich den Lauf und die Zweitakt-Europameisterschaften. Für den Tschechen war dies übrigens schon der zweite Meisterschaftsgewinn nach 2025. Dritter wurde der italienische Beta-Pilot Brando Rispoli.
Ergebnis EMX2T Loket
Vaclav Kovar (CZ), KTM, 1-1, 50 Punkte
Jekabs Kubulins (LV), Yamaha, 2-2, 44, (-6)
Brando Rispoli (I), Beta, 3-3, 40, (-10)
Marvin Salzer (AUT), KTM, 5-6, 31, (-19)
Karlis Kalejs (LV), Husqvarna, 7-9, 26, (-24)
Rene De Jong (NL), KTM, 9-10, 23, (-27)
Bryan Boulard (B), Triumph, 13-7, 22, (-28)
Mirko Valsecchi (I), GASGAS, 14-8, 20, (-30)
Petr Dvoracek (CZ), KTM, 11-11, 20, (-30)
Michael Sandner (AUT), Husqvarna, 21-4, 18, (-32)
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