Gary Paffett siegreich in der Lausitz

Von Dennis Grübner
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Mercedes-Dominanz doch nicht gebrochen. Gary Paffett gewinnt den zweiten DTM-Lauf auf dem Eurospeedway Lausitz vor Teamkollege Bruno Spengler. Frust herrscht derweil bei Audi.

Der Rennstart verlief für Audi noch relativ gut. Mike Rockenfeller konnte schon in der ersten Kurve Paul Di Resta überholen. Mattias Ekström erwischte ebenfalls einen guten Start und fuhr auf und davon. Alle Fahrer kamen gut durch die erste Kurve. Im hinteren Feld starteten Martin Tomczyk und Tom Kristensen zunächst ihre Aufholjagd. Doch beim Versuch Matthias Lauda zu überholen fuhr Kristensen ihm ins Heck und beschädigte die linke Hinterradabdeckung des Mercedes. Die Rennleitung bestrafte Kristensen für diese Aktion kurz darauf mit einer Pit Stop Penalty. Oliver Jarvis traf es ebenfalls bereits kurz nach dem Start. Er bekam eine Drive-Through-Penalty für einen Frühstart.

Eine weitere Strafe erhielt Martin Tomczyk. Der deutsche stand beim Rennstart nicht korrekt in seinem Grid und musste ebenfalls einmal durch die Boxengasse fahren. Die Strafe der Rennleitung bezeichnete er später als absolute Frechheit. Er habe sich versetzt hingestellt, um die Startampeln sehen zu können.

Unbeeindruckt davon zog Mattias Ekström an der Spitze weiter seine Kreise. Fast drei Sekunden Vorsprung hatte Ekström nach Runde sieben auf Mike Rockenfeller. Der wiederum lieferte sich ein enges Duell mit Di Resta. Zeitgleich gingen die beiden in Runde elf in die Box. Rockenfeller konnte seine Position knapp vor dem Schotten behaupten. Ebenso Mattias Ekström, der eine Runde später hineinkam und die Führung souverän verteidigte. Keine Veränderungen gab es innerhalb der Top 5 nach der ersten Serie von Stopps.

Nach 14 Runden war das Rennen für Martin Tomczyk vorbei. Er war der dritte Audi, der bereits in der Anfangsphase ausfiel. Zuvor beförderten sich bereits Katherine Legge und Markus Winkelhock gegenseitig ins Aus. Tomczyk war vor allem über seine Teamkollegen verärgert. «Es waren harte erste Runden», so der Abt-Pilot. «Es wird sicherlich noch das eine oder andere Wörtchen zu reden geben.»

Das Audi-Sterben ging auf der Strecke derweil munter weiter. Nach Legge, Winkelhock und Tomczyk, schieden auch Oliver Jarvis und Alexandre Prémat aus dem Rennen aus. Prémat drehte sich im Infield und setzte sein Auto in den Kies. Das wiederum stand minutenlang relativ nahe am Ausgang einer Kurve, bevor es von den Streckenposten endlich weggezogen wurde.

Einen langen ersten Stint legte Gary Paffett hin. Sogar als Paul Di Resta und Timo Scheider ihren zweiten Stopp hinlegten, drehte der Brite noch munter seine Runden auf der Strecke und lag in Führung. Scheider verlor bei besagtem zweiten Stopp durch ein Problem beim Aufsetzen der Radmutter viel Boden auf Di Resta. Der konnte durch einen schnellen Stopp sogar an Mike Rockenfeller vorbeigehen und sich auf die Jagd nach Mattias Ekström machen, der eine Runde nach Di Resta an die Box kam.

Paffett ging das erste Mal in Runde 23 zum Service. Dadurch, dass fast alle anderen bereits zwei Stopps auf dem Konto hatten, behielt er die Führung und konnte sie vorne gegenüber allen anderen sogar noch ausbauen. Ekström fuhr zu diesem Zeitpunkt deutlich langsamer als Paffett. Pro Runde gewann der HWA-Pilot mehr als eine halbe Sekunde auf den Schweden.

Insgesamt drei Autos hatte Mercedes auf die Strategie gesetzt, einen langen ersten und zweiten Stint zu fahren. Neben Paffett waren auch Bruno Spengler und Jamie Green auf dieser Strategie.

In Runde 33 war es dann soweit. Paffett kam als Führender in die Box und verließ diese auch wieder auf Position eins. Bruno Spengler und Jamie Green mussten zwar noch in die Box, doch nachdem die beiden drin waren, war der 2005er DTM-Champion wieder vorne. Ekström verlor sogar noch einen weiteren Platz an Spengler, der nach seinem Boxenstopp ebenfalls vor dem Audi herauskam. Platz drei konnte der Schwede gerade noch so nach Hause bringen und gegen Paul Di Resta verteidigen.

So gewann Paffett am Ende knapp vor Bruno Spengler. Rang fünf belegte Timo Scheider, vor Jamie Green und Mike Rockenfeller. Maro Engel holte auf Rang acht den letzten Punkt. Ralf Schumacher ging auf Rang zehn mit einer Runde Rückstand leer aus.

«Ich war mir sicher, dass wir zurückkommen können», so Paffett nach dem Rennen. Mercedes‘ Dominanz in der Lausitz war nach dem Qualifying gestern gefährdet. Doch im Rennen am Sonntag blieb alles beim Alten. Seit 2000 schaffte es mit Mattias Ekström nur ein Audi-Pilot auf der Strecke im Süden Brandenburgs zu gewinnen.

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