BMW-MTEK-Chef - Glock und Wittmann schlagen Vettel

Von Andreas Reiners
DTM
Marco Wittmann (li.) und Timo Glock (re.)

Marco Wittmann (li.) und Timo Glock (re.)

Die beiden Podiumsplätze von Marco Wittmann und Timo Glock waren für das neu gegründete MTEK-Team eine große Genugtuung. Für Teamchef Knoors stehen sie sogar über Vettels erstem F1-Sieg.

Wie groß die Erleichterung bei Ernest Knoors nach den beiden Podiumsplätzen beim DTM-Rennen Spielberg war, kann man nicht nur erahnen. Der Niederländer, Teamchef des bei Titelverteidiger BMW neu gegründeten MTEK-Teams, sprach es unumwunden aus. «Es war ein unglaubliches Gefühl, mit Sebastian Vettel und Toro Rosso zu gewinnen. Ein italienisches Team mit italienischem Motor beim Italien-Grand-Prix", sagte Knoors «Autosport».

Doch die beiden DTM-Neulinge Marco Wittmann und Timo Glock in Österreich auf den Plätzen zwei und drei im Vergleich zu Vettels sensationellem Sieg 2008 im Regenchaos von Monza? «Das ist sogar noch besser. Aber man kann das Gefühl nicht vergleichen. In der Formel 1 war ich Teil einer großen Maschinerie, aber bei MTEK bin ich der Teamchef. Ich bin in alles involviert», erklärte Knoors, der als Leiter Antriebsstrang damals für den Formel-1-Kundensport bei Ferrari verantwortlich war und in dieser Funktion die mit den Motoren aus Maranello rennenden Kundenteams Sauber und Toro Rosso betreute.

Im vergangenen Herbst erhielt Knoors den Zuschlag, bei BMW das vierte Team der Münchner aufzubauen. BMW war nach der Rückkehr in die DTM 2012 nur mit sechs Autos unterwegs und wollte mit acht Boliden noch wettbewerbsfähiger sein. Eine anspruchsvolle Aufgabe, wie Knoors erklärte. «Wir haben praktisch aus dem Nichts begonnen. Wir mussten 30 Mitarbeiter einstellen, die alle unterschiedliche Erfahrungen in der DTM, der Formel 1 und der Renault-World-Series haben. Das war eine gewaltige Aufgabe in dieser kurzen Zeit. Aber für dieses Ergebnis hat es sich gelohnt», so Knoors.

Seine beiden Fahrer sind zwar Rookies, aber Wittmann war bereits im vergangenen Jahr BMW-Testfahrer, Glock fuhr vor seinem Wechsel von Marussia jahrelang in der Formel 1. Der 31-Jährige hatte bereits vor seinem Podiumsplatz bewiesen, dass ein Wechsel von der F1 in die DTM nicht einfach, aber machbar ist. Zweifel an seinen beiden Fahrern hatte Knoors nie. «Wenn, dann eher am Team und der Tatsache, dass wir schnell eine starke Grundlage schaffen», so Knoors. Die Anlaufschwierigkeiten zeigten sich in erster Linie an den Boxenstopps, bei denen beide Piloten öfter einmal Zeit und Glock in Hockenheim sogar sein Hinterrad verlor.

Wie es sich für einen Teamchef gehört, stapelt Knoors nun erst einmal tief. «Ich werde nicht, erwarten, dass wir dieses Ergebnis oft wiederholen. Denn die DTM ist dafür zu umkämpft. Aber wenn wir hart arbeiten und auf diesem Level weitermachen, ist alles möglich.»

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