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DTM: Pflichtrundenanzahl für den Standardreifen?

Von Andreas Reiners
Der Optionsreifen in der DTM: Zu langlebig?

Der Optionsreifen in der DTM: Zu langlebig?

Der in der DTM neu eingeführte Optionsreifen hält länger als erwartet. Auch auf dem Lausitzring soll er einen Vorteil von über einer Sekunde bringen.

Der neue Optionsreifen wurde in dieser Saison bereits mit Lob überschüttet. Manche DTM-Piloten würden den schnelleren Pneu von Hersteller Hankook am liebsten gar nicht mehr abziehen. Das wird aber auch gleichzeitig zum Problem: Der weichere Pneu wird ausgiebig genutzt. So ausgiebig, dass der Standardreifen in den Hintergrund gedrängt wird.

«Teilweise schmeißen wir Reifen weg, die nur eine Runde auf dem Buckel haben. Die sind für Rennen nicht mehr nutzbar», sagte Hankooks PR-Boss Felix Kinzer. Eine Möglichkeit für die Zukunft: Die DTM legt eine gewisse Pflichtrundenanzahl mit dem Standardreifen fest. Allerdings spielt bei der Frage, ob der neue Reifen zu langlebig ist, auch das Wetter eine Rolle. Wurden die Reifen bei der Entwicklung vor allem bei wärmerem Wetter getestet, so wird voraussichtlich erst an diesem Wochenende auf dem Lausitzring der Sommer kommen. Und damit auch die Antwort auf die Frage, ob und wie viel Einfluss höhere Temperaturen auf den Verschleiß haben und möglicherweise so ein ganz anderes Bild erzeugen.

Der Hintergrund des Problems: Bei der Reifenherstellung stand die Sicherheit im Vordergrund. Man habe keine platzenden Reifen oder explodierende Bremsscheiben oder Motoren haben wollen, erklärte Kinzer. Die Reifen sind sicher, allerdings halten sie besser als erwartet. Die Laufleistung der neuen, weicheren Reifenmischung sollte laut Lastenheft bis zu 60 Kilometer betragen.

Teilweise schaffen die Piloten mit dem schnelleren Gummi aber über 100 Kilometer, ehe der Reifen wie gewünscht stark abbaut. Auch auf dem Lausitzring erwarten die Reifenexperten von Hankook einen geringen Reifenverschleiß und einen Zeitvorteil des Optionsreifens von über einer Sekunde. Bei der Entwicklung galten Hockenheim und Zandvoort als Referenzstrecken, so dass auf den anderen Kursen der Optionsreifen teilweise noch besser hält.

Was die Erkennbarkeit des Optionsreifens angeht, ist nach einigen mehr oder weniger erfolgreichen Versuchen offenbar eine zufriedenstellende Lösung gefunden worden. Der Hankook-Schriftzug ist bei der weicheren Variante nun in leuchtendem Gelb angebracht. Dafür werden die LEDs am Seitenfenster der DTM-Autos wieder wie früher die Anzahl der Boxenstopps anzeigen.

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