Farfus geht K.o.: Rocky holt die DTM-Krone

Von Andreas Reiners
DTM
Champion: Mike Rockenfeller

Champion: Mike Rockenfeller

Mike Rockenfeller ist neuer DTM-Champion. Dem Audi-Piloten reichte in Zandvoort ein zweiter Platz hinter seinem Verfolger Augusto Farfus im BMW.

Als Mike Rockenfeller die Ziellinie überquerte, lag sich das gesamte Audi-Team in den Armen. Der neue DTM-Champion stieg auf sein Auto und riss beide Arme in die Luft. Erster Gratulant war Markenkollege Timo Scheider. Danach gab es noch eine Umarmung für den unterlegenen Augusto Farfus.

Denn Rockenfeller reichte beim vorletzten Saisonrennen in Zandvoort ein zweiter Platz hinter seinem Verfolger Augusto Farfus, für den sein dritter Saisonsieg im Kampf um den Titel nicht genug war. Acht Punkte musste der Brasilianer im BMW auf Rockenfeller gutmachen. Vor dem Finale in Hockenheim ist Rockenfeller mit nunmehr 26 Zählern aber nicht mehr vom ersten Rang zu verdrängen.

«Es fällt eine Riesenlast von mir. Timo hat mir den Rüclken freigehalten. Das war richtiges Teamwork diesmal. Auf den Standardreifen war mein Auto heute nicht so gut, deshalb musste ich mich eher nach hinten orientieren. Wichtig ist, dass der Titel im Sack ist», sagte Rockenfeller.

Ebenfalls mit auf dem Podium stand Rockenfellers Markenkollege Timo Scheider. Polesetter Marco Wittmann fuhr in seinem BMW hinter Mattias Ekström auf den fünften Platz vor Adrien Tambay im Audi. Siebter wurde Joey Hand (BMW) vor Filipe Albuquerque im Audi.

Nach dem desaströsen Qualifying war für Mercedes auch im Rennen nicht viel zu holen. Einzig Gary Paffett fuhr als Neunter mal wieder in die Punkte. Der Rest der Stuttgarter Truppe ging wie schon in Oschersleben leer aus.

Farfus und Rockenfeller kommen gut weg

Der Start verlief ganz nach dem Geschmack von Farfus. Der Brasilianer kam gut weg und konnte sich seinen Markenkollegen Wittmann noch vor der ersten Kurve schnappen. Rockenfeller brauchte auch nicht lange, um den Rookie, der auf Standardreifen startete, zu überholen. Rockenfeller musste allerdings kurz zittern, da die Rennleitung aufgrund eines möglichen Frühstarts eine Untersuchung einleitete – allerdings ohne Folgen.

Farfus setzte sich schnell von seinem Kontrahenten ab, während in Runde vier die ersten Stopps über die Bühne gingen, darunter auch Wittmann, der das Tempo der Spitze nicht mitgehen konnte. Doch der Wechsel machte sich bezahlt: Der 23-Jährige fuhr prompt die schnellste Rennrunde.

Dafür brachen bei Farfus die Optionsreifen dramatisch ein. Rockenfeller konnte den Rückstand auf Farfus innerhalb von nur drei Runden auf nur noch eine Sekunde verkürzen. Es entwickelte sich ein Showdown zwischen den beiden Titelkonkurrenten, wobei Rockenfeller Druck ausübte, ohne das ganz große Risiko einzugehen. Im Fernduell machte Wittmann derweil weiter Boden gut. In Runde zwölf hatte BMW genug und holte Farfus in die Box.

Wittmann kann nicht folgen

Zwei Runden später kam auch Rockenfeller rein – und hinter Farfus und knapp vor Wittmann wieder raus. «Ich kann ihm nicht folgen», gab Wittmann über Funk durch. Und hinter ihm lag zudem Rockenfellers Markenkollege Scheider. Nach 20 Runden lag Farfus gute drei Sekunden vor Rockenfeller, dahinter Wittmann, der allerdings zu seinem zweiten Stopp abbog. Eine Runde später kam auch Rockenfeller erneut rein.

Es war die Vorentscheidung. Rockenfeller kam vor Wittmann wieder auf die Strecke. Wenig später lag Scheider nach seinem zweiten Stopp vor Rocky, machte aber bereitwillig Platz und gab so Rockenfeller Rückendeckung gegen Wittmann. Kurz nach der Hälfte des Rennens kam auch Farfus zum zweiten Mal in die Box und blieb mit über zwölf Sekunden Vorsprung vorne. Nach 30 Runden hatten alle Piloten ihren zweiten Stopp absolviert, an der Spitze änderte sich nichts mehr.

Fünf Runden vor Schluss flog Dirk Werner nach einer Kollision mit Jamie Green ab. Aufgrund des Safety Car rückten das Feld wieder zusammen. Der große Gewinner: Ekström, der sich von Platz sieben noch auf Rang vier verbesserte.

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