Mercedes geht im Qualifying unter: Wir haben Probleme

Von Andreas Reiners
DTM
Noch viel Arbeit für Mercedes

Noch viel Arbeit für Mercedes

Bei den Stuttgartern herrschte nach dem schlechten Ergebnis im Qualifying der Frust vor. Das Rennen am Sonntag? Wohl vor allem Schadensbegrenzung.

Wolfgang Schattling versuchte fast schon verzweifelt, Floskeln zu vermeiden. Doch was sollte der DTM-Manager von Mercedes nach dem Desaster im Qualifying groß erzählen? Natürlich habe man sich das anders vorgestellt. Man sei schon überrascht. Und man werfe die Flinte nicht ins Korn. «Wir müssen die Probleme Schritt für Schritt ausmerzen», sagte Schattling, der Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff vertrat. Der Österreicher ist in Hockenheim zwar vor Ort, äußerte sich zu dem niederschmetternden Ergebnis aber nicht.

Auf den letzten zehn Startplätzen stehen sieben Mercedes-Boliden, die komplette Flotte der Stuttgarter also. Gary Paffett und Pascal Wehrlein wurden 14. und 15., ab Platz 18 folgen Daniel Juncadella, Robert Wickens, Christian Vietoris und Neuling Vitaly Petrov. «Wir haben nicht erwartet, ganz vorne mitzufahren. Aber dass es so wird, hätten wir nicht gedacht. Es kam einiges zusammen. Wir müssen sehen, was wir insbesondere im dritten Sektor verloren haben. Da hat Gary von seinen fünf Zehnteln vier liegenlassen. Das ist der kurvenreiche Sektor, das müssen wir analysieren», sagte Schattling und ergänzte: «Das war das erste Qualifying des Jahres. Das ist nicht symptomatisch für alle anderen.

Gary Paffett war einmal mehr der beste Mercedes-Pilot. Aber natürlich genauso ernüchtert wie alle anderen. «Wir haben Probleme, keine gute Balance im Auto. Dort und im Setup müssen wir noch Zeit finden, um den Abstand zur Konkurrenz zu finden. Ich habe alles aus dem Auto herausgeholt. Heute haben wir herausgefunden, wo wir stehen. Und da stehen wir», sagte der Brite.

Seinen Optimismus hat der Champion von 2005 aber noch nicht verloren, auch wenn sich Mercedes nach dem enttäuschenden Jahr so viel für die neue Saison vorgenommen hatte. Das Rennen am Sonntag? Wohl vor allem Schadensbegrenzung. «Finden wir ein paar Zehntel, können wir einige Plätze gutmachen. Wir sind nicht in der schlechtesten Position für das Rennen, um noch ein paar Punkte zu holen», so Paffett.

«Es war nicht so schlecht. Ich mache mir keine Sorgen wegen des letzten Platzes. Wir haben uns eigentlich gut verbessert mit dem Auto. Wir wissen was wir machen und wo wir uns verbessern müssen», sagte Petrov, der als Rookie sowieso mit Anlaufschwierigkeiten gerechnet hatte.

«Ich denke, dass das Ganze über die Renndistanz besser aussehen wird. Fünf Fahrzeuge auf den letzten fünf Plätzen will aber natürlich kein Mensch», sagte der frühere Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der in dieser Saison als ARD-Experte tätig ist. Und seiner Ex-Mannschaft ein wenig Hoffnungen machen wollte, denn die Longruns im Training sahen Haugs Meinung nach gut aus.

Auch die Konkurrenz hat Mercedes noch lange nicht abgeschrieben, auch wenn es in diesem Jahr bei nur noch einem Pflichtboxenstopp und der Nutzungsbeschränkung der Optionsreifen auf maximal 50 Prozent des Rennens bei einem normalen Rennverlauf schwierig sein wird, wie im Vorjahr über die Strategie nach vorne zu fahren.

«Wenn man am Morgen gesehen hat, wie sie manchmal nach vorne geschossen sind, hat man gesehen, dass es ein gutes Paket ist, das vielleicht noch nicht auf den Punkt da ist», sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. «Es ist sehr schwer einzuschätzen. Es wird ein anderes Bild sein im Rennen», so Marquardt.

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