Mattias Ekström: Norisring-Pokal steht noch bei Abt

Von Andreas Reiners
DTM
Mattias Ekström: Jubelbild vom letzten Jahr

Mattias Ekström: Jubelbild vom letzten Jahr

Auch im hohen Rennfahreralter lernt man nie aus. Mattias Ekström fühlte sich im vergangenen Jahr darin bestätigt.

Der Audi-Pilot gewann das Rennen am Norisring. Was folgte, ist bekannt. Und vor allem fester Bestandteil der Geschichte der DTM: der Wasserflaschen-Skandal. Wir erinnern uns: Ekström wurden im Parc-fermé Wasserflaschen in den Overall geschüttet. Ein Verstoß gegen die Parc-fermé-Regeln.

Der Schwede wurde disqualifiziert, einige Wochen später in der Berufungsverhandlung sogar entschieden, dass es 2013 gar keinen Sieger gibt. Kein Novum in der DTM, aber ein Paukenschlag. Inklusive der üblichen Negativ-Schlagzeilen, gepaart mit einem Shitstorm, wie ihn die Tourenwagen-Serie noch nicht erlebt hatte.

Ekström wollte im Anschluss nicht mehr viel zu dem Thema sagen. An diesem Wochenende kommt es jedoch wieder hoch, denn die DTM kehrt nach Nürnberg zurück. Ein kurzes Fazit zieht der zweimalige Champion dann doch noch. «Das Rennen alleine war eines der besten meiner Karriere. Als Erster über die Ziellinie zu fahren, war toll. Das, was danach passiert ist, war ungefähr das Schlechteste», sagte Ekström.

Der persönliche Lernfaktor für Ekström war an seinem 35. Geburtstag hoch. «Ich habe eines gelernt: Das Leben geht weiter. Ich habe schon gute und schlechte Erfahrungen gesammelt. Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass man immer nach vorne schaut. Man lernt von dem, was man getan hat. Und dann kämpft man weiter», so der Audi-Pilot.

Lernen und weitermachen

Dass er an genau diesem Tag Geburtstag hatte? Auch abgehakt. «Das war schon eine außergewöhnliche Sache. Ich würde meinen Geburtstag letztes Jahr aber sicher nicht vergessen. Man kann nicht mehr tun als zu akzeptieren, was gemacht worden ist, daraus lernen und weitermachen», sagte er.

Die Ironie an der Geschichte: Der Siegerpokal ist noch immer in Audi-Händen. «Der Pokal steht immer noch bei den Äbten, weil niemand ihn wollte beziehungsweise ihn bekommen hat. Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ein Siegerpokal eines Rennens keinen Inhaber hat. Das finde ich schon lustig», sagte Ekström und ließ eine Kampfansage folgen. «Ich werde alles dafür tun, dass der Pokal von diesem Jahr einen Inhaber bekommt.»

Mit in den damaligen Schlagzeilen war auch Ekströms Vater Bengt, der seinem Sohn Wasserflaschen in den Overall kippte und so den Skandal mit in Gang brachte. Sein Vater ist 2014 grundsätzlich nicht mehr vor Ort, konzentriert sich auf seine eigene Firma. Mögliche Ausnahme: Ein Rallycross-Event, an dem sein Sohn mit seinem eigenen EKS-Team teilnehmen wird. Ekström Junior ist seit kurzem mit seiner eigenen Mannschaft in der Rallycross-WM unterwegs. «Den Rest schaut er sich im Fernseher an. Ich wollte ihn überreden, aber er sagt, dass er kommt, wenn es ihm zeitlich passt.»

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