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Mercedes kocht: Krasseste Fehlentscheidung in der DTM

Von Andreas Reiners
Robert Wickens: Disqualifikation in Spielberg

Robert Wickens: Disqualifikation in Spielberg

Robert Wickens raste in die Boxengasse und flog dabei fast noch ab. Dann stapfte der Kanadier sauer zum Mercedes-Boxenstand und ließ sich erklären, warum das sechste Saisonrennen für ihn beendet war.

Wickens hatte kurz zuvor die Schwarze Flagge gezeigt bekommen: Disqualifikation. Was war passiert? Wickens hatte von seiner Crew bei seinem Boxenstopp grünes Licht bekommen und war in der Boxengasse unmittelbar vor BMW-Pilot Timo Glock herausgefahren. Die Rennleitung entschied: Unsafe Realease, Durchfahrtsstrafe. Damit war der mögliche Sieg futsch. Punkte allerdings noch lange nicht.

Doch anstatt die Strafe innerhalb der drei Toleranzrunden abzusitzen, blieb Wickens draußen. Eine Mercedes-Entscheidung, denn die Verantwortlichen diskutierten mit der Rennleitung. Das dauerte, und prompt sah Wickens die Schwarze Flagge. Wickens wütete bereits über Funk, ehe ihm der Frust in der Box praktisch trotz des Helms anzumerken war.

Mercedes‘ DTM-Manager Wolfgang Schattling erklärte im Anschluss: «Aus unserer Sicht war das kein Unsafe Release. Vielleicht hat die Rennleitung das mit Pascal Wehrlein verwechselt, bei ihm wurde das ja zurückgenommen», sagte Schattling. Wehrlein war nach seinem Stopp quasi zeitgleich mit Marco Wittmann kollidiert und musste aufgrund der Schäden sogar wenig später aufgeben.Doert hatte die Rennleitung aber zunächst noch während des Rennens entschieden: No further action.

«Wir haben mit der Rennleitung gesprochen, aber gegen eine Schwarze Flagge können wir nichts machen. Wir halten das für eine der krassesten Fehlentscheidungen in der Geschichte der DTM. Man sollte sich das aus der Heli-Perspektive ansehen, dann wird man das deutlich erkennen. Da wurden Bewertungsmaßstäbe angewendet, die wir nicht nachvollziehen können und unserer Meinung nach auch schädlich für die DTM sind», so Schattling.

Michael Kramp, Sprecher der Rennleitung, bezog ebenfalls Stellung. «Aus unserer Sicht ist es korrekt, Timo Glock musste dahinter abbremsen. Und das liegt in der Verantwortung des Teams. Es ist sehr eindeutig, dass Timo Glock behindert worden ist. Es gibt aber keine Chance für einen Protest», erklärte Kramp.

Verständnis für Mercedes hatte Timo Glock. «Das war eine haarige Nummer. Ich musste abbremsen. Aber er hat mir keinen Platz gegeben. Die Frage ist, warum immer der Fahrer bestraft wird. Eigentlich müsste das Team bestraft werden. Das sind Regeln, die überdacht werden müssen», sagte Glock.

Möglicherweise ist das ja direkt eine Aufgabe für die neue Fahrer-Gewerkschaft, die in Spielberg offiziell ihre Arbeit aufgenommen hatte. Genau für solche Dinge ist die Vereinigung nämlich gedacht.

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